Spielerprofil
Alois Zuckschwert (Ofner)
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Beim 4:0-Sieg des Sportclubs gegen Simmering spielte erstmals ein gewisser 'Alois Zuckschwert' für die Dornbacher - eine skurrile Persönlichkeit, denn der Spieler hieß in Wahrheit Ofner und lebte mit gestohlener Identität in Wien. Den echten Alois Zuckschwert gab es wirklich: einen 42-jährigen Sudetendeutschen aus dem heutigen Bezirk Cheb, der vom Theater im fernen Wien wahrscheinlich nichts wusste. Beim Spiel Sportclub-Amateure (1:2) wurde er bereits in der 44. Minute mit roter Karte vom Platz gestellt, da er sich Anweisungen des Schiedsrichters nicht beugen wollte und ihn wüst beschimpfte. Der Schwindel flog erst am 14. Dezember 1915 auf - die Liga erklärte daraufhin alle Sportclub-Spiele für nichtig, in denen Ofner oder Zuckschwert mitwirkten und der Sportclub Punkte errang (betraf das Spiel gegen Simmering, das umgewertet wurde). Anfang 1919 wurde Ofner als Einbrecher verhaftet - die Wiener Zeitung vom 22. Januar 1919 berichtete detailliert über mehrere Einbrüche in der Schmalzhofgasse 17 und bei den Genossenschaften der Steinarbeiter und Maler, bei denen insgesamt 3.000 Kronen gestohlen wurden. Ofner spielte noch bis 1917 für den Sportclub, dann verlor sich seine Spur.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 113-123, 211, 349, 573-578, 1158, 1491, 1510, 1655