Spielerprofil
Anton Cargnelli
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Anekdoten & Zitate
Im Schlammspiel WAF - Rapid (1:1) spielte Anton Cargnelli statt im Mittelfeld in der Verteidigung, und das war eine gute Entscheidung von WAF-Trainer Max Leuthe, denn hier spielte er bedeutend besser als eine Linie davor.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2240
Der damals 26-jährige Anton Cargnelli blühte beim 4:1-Sieg gegen Wacker in der zweiten Halbzeit im Mittelfeld richtig auf - er fühlte sich dort sichtlich wohler als in der Abwehr. Cargnelli war der Sohn eines italienischen Vaters, wurde im Nachwuchs des Rennweger SV 1901 groß, spielte über Viktoria Wien und Germania Schwechat, und wechselte 1910 als 21-jähriger zum WAF, nachdem er bereits 1909 beim 1:1 gegen Ungarn in der Nationalmannschaft debütiert hatte. Cargnelli war Teil der WAF-Meistermannschaft 1913/14 und blieb den roten Hütteldorfern auch in den schweren Kriegszeiten treu. Erst 1920 kehrte er zu Germania Schwechat zurück, wo er als Stürmer auflief und gleichzeitig das Training übernahm - die Germania kämpfte in der zweiten Liga mit dem SC Hakoah Wien um den Aufstieg und belegte den zweiten Platz. Eine sensationelle Karriere machte er dann als Trainer in Italien: zweimal Meistertitel, einmal mit Torino, einmal mit Inter. Während der Kriegsjahre betreute er wieder Torino, wurde einmal Vizemeister und war am Aufbau jener Mannschaft beteiligt, die später als 'Grande Torino' berühmt werden sollte. Er starb am 27. Juni 1974 in Albenga.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 776