Spielerprofil
August Kraupar
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-10-03 | Simmering | Rapid | goalkeeper |
| 1920-10-10 | Rapid | Sportclub | goalkeeper |
| 1920-10-24 | Rapid | Amateure | goalkeeper |
| 1920-11-14 | Hakoah | Rapid | goalkeeper |
| 1920-11-21 | Rapid | WAF | goalkeeper |
| 1920-11-28 | Rapid | FAC | goalkeeper |
| 1920-12-05 | Vienna | Rapid | goalkeeper |
| 1920-12-12 | Rapid | Admira | goalkeeper |
| 1921-01-02 | WAC | Rapid | goalkeeper |
| 1921-02-20 | Rapid | Hakoah | goalkeeper |
| 1921-03-06 | Admira | Rapid | goalkeeper |
| 1921-03-13 | FAC | Rapid | goalkeeper |
| 1921-03-20 | WAF | Rapid | goalkeeper |
| 1921-04-03 | Rapid | Rudolfshügel | goalkeeper |
| 1921-04-10 | Rapid | WAC | goalkeeper |
| 1921-05-14 | Rapid | Simmering | goalkeeper |
| 1921-05-22 | Sportclub | Rapid | goalkeeper |
| 1921-05-29 | Rapid | Vienna | goalkeeper |
| 1921-06-15 | Rapid | Wacker | goalkeeper |
| 1921-06-26 | Rapid | Hertha | goalkeeper |
| 1921-06-29 | Amateure | Rapid | goalkeeper |
Anekdoten & Zitate
Im Spiel Rapid - FAC (7:2) spielte August Kraupar beim FAC im Angriff. Er wechselte im Juli 1918 zu Rapid - allerdings als Torwart.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1853
Im Spiel Amateure - FAC (0:5) verletzte sich FAC-Tormann Heinrich Plhak kurz vor der Pause und konnte nicht mehr weiterspielen - Auswechslungen gab es damals noch nicht, daher übernahm ein Stürmer die Rolle des Tormannes. Möglicherweise war das August Kraupar, der damals 19-jährige galt schon als sehr starker Stürmer und großes Talent. Falls es Kraupar war, hat er als Tormann so überzeugt, dass er auf dieser Position wertvoller war als als Stürmer: er stand zu Saisonbeginn 1915 als neuer FAC-Torwart fest, wurde in die Nationalmannschaft einberufen und zu Rapid geholt. Im Juni 1918 holte er mit dem FAC sensationell den Meistertitel, mit Rapid wurde er zwischen 1919 und 1921 drei Mal in Serie Meister und 1919/20 Cupsieger. Hätte sich Plhak in diesem Spiel nicht ernsthaft verletzt, wäre Kraupar Stürmer geblieben und hätte möglicherweise nur eine mittelmäßige Karriere erlebt - manchmal entscheiden Zufälle große Fußballkarrieren.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2656-2660
FAC-Torhüter August Kraupar sollte im Länderspiel gegen Ungarn nur deshalb nicht seine gewohnte Form erreicht haben, weil er mit Lampenfieber zu kämpfen hatte - er schlief vor dem Spiel wenig, aß fast nichts, und setzte seiner Konfusion die Krone auf, indem er die Knieschützer vergaß und dafür 13 Paar Socken einpackte. Im Länderspiel Ungarn-Österreich (6:2) erzielte er in der 7. Minute durch einen Eigentor-Patzer (er schlug einen leicht zu haltenden Ball mit den Händen über den Kopf ins eigene Tor) das 0:1 - sein Lampenfieber hatte ihm wieder einen Streich gespielt. Kraupar spielte in der Saison 1913/14 noch als Feldspieler im Angriff, wurde erst im Herbst 1914 zum Torwart umfunktioniert, was die Unsicherheiten erklärte. Beim Städtespiel Berlin-Wien (1:2) war er hingegen bester Mann der Wiener, hatte sein Lampenfieber im Griff und strahlte Ruhe aus.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 502, 612, 985-995, 2407
Im Spiel gegen Simmering versuchte Torhüter Johann Paciska, einen Ball mit dem Fuß aus dem Gefahrenbereich zu befördern, rasierte den Ball aber unglücklich direkt vor die Füße von Karl Wondrak, der hinter Paciskas Rücken zum 1:0 für Rapid traf - ein Patzer, von dem Rapid profitierte.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 5397
Nach Verletzungspause feierte der Stammtormann sein Comeback gegen Simmering und gab der Mannschaft sofort Halt und Sicherheit. In den ersten Minuten hielt er nach einem Handspiel von Vinzenz Dittrich in prachtvoller Weise einen Elfmeter.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 530
Beim 1:1 gegen Hakoah vor über 20.000 Zuschauern absolvierte der Tormann gegen den überragenden Mittelstürmer Isidor Gansl ein hartes Duell - beim Führungstreffer reagierte er zu langsam und der Ball zappelte im Netz, doch beim Ausgleich war er es, der einen scharfen Freistoß-Abpraller nicht festhalten konnte und damit Josef Uridil den Nachschuss ermöglichte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1093
Beim 1:3-Sieg über den WAF zeigte der Tormann bei den wütenden Angriffen der Gastgeber in der zweiten Halbzeit "einige Male" sein Können und hielt sogar einen Elfmeter von Josef Horejs.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2505