Spielerprofil
Eduard Schönecker
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Anekdoten & Zitate
Der damals 29-jährige Baumeister der Pfarrwiese und später auch der neuen Hohen Warte, Ing. Eduard Schönecker, schrieb von der Front einen bewegenden Brief an seinen Heimatverein WAF: er war Kompagniekommandant einer viertägigen Schlacht, trug ein Hufeisen als Talisman bei sich und sandte Grüße an alle Kameraden und Damen des WAF. Im Dezember 1914 wurde er mit dem Signum Laudis Orden ausgezeichnet, im Januar 1915 zum Oberleutnant befördert. In einem weiteren Brief beschrieb er, wie unbeliebt seine Wäsche von der Feldpost noch nicht beschädigt wurde, sondern wie er von Soldaten gegrüßt wurde, die ihn vom Sport kannten - manche antworteten auf seine Frage nach ihrem Befinden: 'Am WAF Platz wäre es schon besser.' Schönecker, der vor dem Krieg als rechter Außenstürmer für Rapid spielte, extrem schnell war und 1908 bei den Olympischen Spielen für Österreich an den Sprintbewerben teilnahm, organisierte sogar ein Fußballspiel zwischen den Deutschmeistern auf einem schlammigen russischen Acker - mit Bode (WAF-Torhüter), Vladar (Rapid) und anderen prominenten Fußballern. Schönecker überlebte beide Weltkriege und starb als 78-jähriger am 6. April 1963.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 612-619, 866, 1265-1291, 1738-1762, 1207