Spielerprofil
Ferdinand Swatosch
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-19 | FAC | Simmering | centre_forward |
| 1920-10-03 | Simmering | Rapid | centre_forward |
| 1920-10-10 | Hakoah | Simmering | centre_forward |
| 1920-10-31 | Simmering | Vienna | centre_forward |
| 1920-11-14 | Hertha | Simmering | centre_forward |
| 1920-11-21 | Simmering | Admira | centre_forward |
| 1920-11-28 | Simmering | Sportclub | inside_left |
| 1920-12-05 | WAF | Simmering | centre_forward |
| 1920-12-12 | Wacker | Simmering | centre_forward |
| 1921-02-13 | FAC | Amateure | inside_left |
| 1921-02-20 | Vienna | Amateure | inside_right |
| 1921-03-06 | Hakoah | Amateure | centre_forward |
| 1921-03-13 | Amateure | Sportclub | inside_left |
| 1921-04-03 | Wacker | Amateure | centre_forward |
| 1921-04-10 | WAF | Amateure | inside_right |
| 1921-06-12 | Amateure | Rudolfshügel | inside_right |
| 1921-06-19 | Amateure | Admira | inside_right |
Anekdoten & Zitate
Ferdinand Swatosch, 'der Stürmer der öfters schießen sollte', traf im Spiel Simmering - WAC (3:3) zum 3:2. Im Spiel Simmering - Vienna (6:0) traf der 'schussscheue' Swatosch gleich zwei Mal - 'jetzt dürfte der Knopf aufgegangen sein', kommentierte der Autor.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1490, 1627
Ferdinand Swatosch traf in der 70. Minute zum 2:1-Siegestreffer für Simmering gegen den WAC (1:2), nachdem WAC-Torhüter Heinrich Hartmann bei einem leichten Ball danebengegriffen hatte und Swatosch lauernd das Geschenk annahm.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1160-1168
Der talentierte Jungbomber Ferdinand Swatosch erhöhte im Spiel Simmering - Amateure (5:2) auf 3:1 und traf in der 81. Minute erneut zum 4:1. Er war damals gerade erst 19 Jahre alt geworden und galt als einer der besten Stürmer der frühen 1920er Jahre in Österreich. Später konnte er mehrfach Meister mit Rapid und Austria werden, wanderte nach Deutschland aus, heiratete eine Kölnerin und trainierte Vereine wie Borussia Dortmund, Arminia Bielefeld und Schalke 04. Er starb am 29. November 1974. Über den von ihm trainierten FC Mulhouse in Frankreich urteilte er vernichtend: 'Eine ganz schreckliche Gesellschaft, natürlich rein fußballerisch gesehen. Die Spieler sind Belehrungen unzugänglich und es ist auch unmöglich sie zu regelmäßigen Training anzuhalten.'
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1514-1520
Ferdinand Swatosch erzielte im entscheidenden Spiel Simmering - Rapid (2:1) am 28. Juni 1914 (dem Tag der Schüsse von Sarajevo) einen Doppelschlag zwischen Minute 65 und 66 - erst übernahm er nach einem Durchbruch von Johann Ehrlich den Ball direkt und hämmerte ihn zum 1:0 in die Maschen, dann verschuldete Rapids Vinzenz Dittrich im selben Moment ein sinnloses Foul und Swatosch verwandelte den Freistoß zum 2:0. Damit ermöglichte er die größte Sensation der Saison: den Verlust der Tabellenführung von Rapid kurz vor dem Saisonende.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2638
Rapid Stürmer Ferdinand Swatosch verfasste ein Schreiben an den schwer verletzten FAC Verteidiger Karl Lux, in dem er ihm neuerlich versicherte, "dass ihm betreffs des unglücklichen Zufalls jede Absicht fern lag."
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 3346
In der Sport Rundschau war zu lesen: "Ferdinand Swatosch, der bestbekannte internationale Stürmer des SC Rapid, ist Freitag nach beschwerlicher Reise, darunter 400 Kilometer zu Fuß, von der Westfront in Wien eingetroffen. Vor Verdun, wo seine Batterie stand, hatte Swatosch eine Fußballmannschaft organisiert, mit der die beste deutsche Militärmannschaft mit 3:0 Toren geschlagen wurde."
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 2099
Beim historischen 3:2-Sieg gegen Deutschland vor 30.000 Zuschauern (neuer Zuschauerrekord) traf der Stürmerstar aus Simmering zwischen der 64. und 86. Minute gleich drei Mal und stellte damit von 1:1 auf 3:1. Der Sieg der Österreicher war laut Sporttagblatt einzig und allein seinen Einzelleistungen geschuldet, denn er war es, der den Ausschlag über Sieg oder Niederlage gab.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 492
Beim 5:2-Sieg der Hakoah erwischte der Topstürmer einen schlechten Tag: ihm fehlte es an Entschlossenheit, Durchschlagskraft und Schussvermögen, sodass selbst er die katastrophale Chancenverwertung seines Teams nicht ausgleichen konnte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 678
Beim Länderspiel gegen Ungarn in Budapest erzielte er das 2:0 in der 43. Minute und wurde neben Richard Kuthan und Karl Wondrak als bester Österreicher bezeichnet.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1026
Beim 1:2 gegen Rapid wurde der Topstürmer von Vinzenz Dittrich und Leopold Nitsch erfolgreich "abmontiert", obwohl er noch im Länderspiel gegen Deutschland geglänzt hatte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 530
Die Amateure verpflichteten den Simmeringer Topstürmer. Bei seinem ersten Einsatz gegen seinen Ex-Verein war er noch nicht spielberechtigt. Bei seinem Debüt gegen den FAC wirkte er noch wie ein Fremdkörper in der neuen Mannschaft: er ließ sich zu weit zurückfallen und spielte als vierter Mittelfeldmann, statt seine Stärken im Angriff einzubringen, und pflegte gemeinsam mit Franz Hansl eine schlampige Spielweise.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1929
Beim 10:1-Kantersieg gegen Simmering hatte der Neuzugang noch eine Fußverletzung und konnte daher die Wucht und Durchschlagskraft seines Sturms nicht voll einbringen, während Kalman Konrad an diesem Tag fast im Alleingang demütigte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3568
Im Cupfinale erzielte der Stürmer mit einem klassischen Abstaubertor nach einem Eckball das 2:0 für die Amateure und sicherte sich damit seinen ersten Titel im violetten Trikot. Kurz darauf knallte ein Schuss von ihm an die Stange. Das Sporttagblatt lobte, er habe in seinen Einzelläufen mit dem gleichen Energieaufwand gekämpft wie Josef Uridil - ganz im Gegensatz zu seinem arbeitsscheu wirkenden Sturmpartner Kalman Konrad.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4438
Glosse 'Swatosch' verspottet ihn dafür, trotz guten Spiels keine Tore zu erzielen (Sept. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~500
Erzielt mehrfach Siegtore und Hattricks im Saisonverlauf.
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~diverse