Spielerprofil
Franz Bican
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-05 | Hertha | Rapid | inside_left |
| 1920-09-12 | Rudolfshügel | Hertha | inside_left |
| 1920-10-03 | Amateure | Hertha | inside_left |
| 1920-10-24 | FAC | Hertha | inside_left |
| 1920-11-14 | Hertha | Simmering | inside_left |
| 1920-11-21 | Vienna | Hertha | centre_forward |
| 1920-11-28 | Hertha | Wacker | inside_left |
| 1920-12-12 | Hertha | Sportclub | inside_left |
| 1920-12-19 | Hertha | WAF | inside_left |
Anekdoten & Zitate
Franz 'František' Bican, damals 20 Jahre alt, erzielte beim Relegationsspiel Hertha - Rudolfshügel (3:1) das Tor zum 2:1. Er war der Vater der späteren Rapid- und Slavia Prag-Legende Josef 'Pepi' Bican. František Bican stammte aus dem südböhmischen Sedlitz bei Prag und kam wegen Arbeitslosigkeit nach Wien, wo er seine spätere Frau Ludmilla kennenlernte. Die Familie lebte in Armut; er arbeitete neben dem Fußball als einfacher Arbeiter, seine Frau als Küchenhilfe für ihre drei Söhne. Er brachte es am 3. Mai 1914 in die Wiener Stadtauswahl. Als 28-jähriger beendete er seine Laufbahn im Dezember 1920 bei der Hertha - sein Sohn war damals 7 Jahre alt und spielte bereits in Herthas Jugendmannschaft, natürlich barfuß. Bei einem Spiel gegen Rapid wurde Bican von einem Gegenspieler schwer gefoult (Knietritt in die Nieren); trotz nötiger Operation weigerte er sich aus Angst, diese durchführen zu lassen, und verstarb 1922 mit erst 30 Jahren an den Folgen.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 73-75
Im Rückspiel der Relegation Rudolfshügel - Hertha (1:3) traf Franz Bican erneut und baute noch in der ersten Halbzeit die Führung mit seinem 2:0 aus.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 146
Hertha-Stürmer Franz Bican wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Während des Krieges kam er nur wenig für die Hertha zum Einsatz - 1915, 1916 und 1917 gar nicht, erst 1918 wieder einmal. Franz Bican war ein Zuwanderer aus dem südböhmischen Dorf Sedlitz (heute Sedlice u Blatné) und lebte unter ärmlichen Verhältnissen mit seiner Frau Ludmilla (Küchenhilfe, ebenfalls böhmischer Abstammung) und drei Söhnen in einer kleinen Wohnung in der Favoritner Quellenstraße - einer seiner Söhne wurde später der weltberühmte Pepi Bican. Franz Bican war einfacher Arbeiter und überlebte den Krieg unverletzt. Bei einem Spiel gegen Rapid wurde er von einem Gegenspieler schwer gefoult - dieser fuhr ihm mit den Knien in die Nieren. Obwohl eine Operation nötig war, weigerte sich Bican aus Angst, sie durchführen zu lassen, und verstarb 1922 im Alter von erst 30 Jahren an den Folgen dieser Verletzung.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 2417
Franz Bican, Hertha-Stürmer und Vater des späteren legendären Pepi Bican, verstarb am 22. September 1921 nach langem schwerem Leiden. Er spielte seit 1910 für Hertha und war bereits bei der allerersten Wiener Meisterschaft 1911/12 dabei; er wurde als unverdrossener, zäher Kämpfer beschrieben. Zuletzt war er im Winter 1920 in einem Meisterschaftsspiel gegen den WAF aktiv, bevor er zu kränkeln begann.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt vom 22. September 1921, Para. 388