Spielerprofil
Franz Hansl
ehemals Amateure
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-08 | Amateure | WAF | inside_right |
| 1920-09-12 | Sportclub | Amateure | inside_left |
| 1920-09-19 | Amateure | Vienna | inside_left |
| 1920-10-03 | Amateure | Hertha | inside_left |
| 1920-10-10 | Rudolfshügel | Amateure | inside_left |
| 1920-10-24 | Rapid | Amateure | inside_left |
| 1920-11-14 | Amateure | Wacker | inside_left |
| 1920-11-21 | WAC | Amateure | inside_left |
| 1920-12-05 | Admira | Amateure | inside_left |
| 1920-12-12 | Amateure | FAC | inside_left |
| 1921-01-16 | Simmering | Amateure | inside_right |
| 1921-02-13 | FAC | Amateure | inside_right |
| 1921-02-20 | Vienna | Amateure | inside_left |
| 1921-03-06 | Hakoah | Amateure | inside_left |
| 1921-03-13 | Amateure | Sportclub | centre_forward |
| 1921-04-03 | Wacker | Amateure | left_wing |
| 1921-04-10 | WAF | Amateure | inside_left |
| 1921-05-22 | Hertha | Amateure | inside_left |
| 1921-06-04 | Amateure | Simmering | inside_left |
| 1921-06-08 | Amateure | WAC | inside_left |
| 1921-06-12 | Amateure | Rudolfshügel | inside_left |
| 1921-06-19 | Amateure | Admira | inside_left |
| 1921-06-29 | Amateure | Rapid | inside_left |
Anekdoten & Zitate
Franz Hansl war ein 20-jähriger Sudetendeutscher aus Troppau (heute Opava), der, nachdem er in der Mährisch-Schlesischen Meisterschaft des ÖFV keine Pflichtspiele bestreiten konnte, nach Wien zog und sich dort den Amateuren anschloss. Er mauserte sich bald zum Topscorer der Violetten und wechselte später nach Italien, wo er auch am 13. August 1942, während des Zweiten Weltkriegs, bei Arezzo verstarb.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 659
Mittelstürmer Franz Hansl überragte in einem Spiel alle in seiner Mannschaft. Zumindest was die Offensivkraft betraf, machte er auch beide Tore. Seine Leistung musste man sogar noch höher bewerten, da er von seinen beiden Nebenleuten Peter Valenta und Wilhelm "Cutti" Morocutti so gut wie keine Unterstützung fand. Franz Hansl schmiss daher die Show in der Stürmerreihe alleine und das bestätigte und unterstrich auch seine außergewöhnliche Qualität.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 1342
Franz Hansl wurde als Mittelstürmer in die Nationalmannschaft berufen - eine "etwas eigenwillige Entscheidung", wie die Sport Rundschau schrieb. Der offensive Mannschaftsteil der Amateure war als Schwachpunkt bekannt, und gerade von diesem Schwachpunkt einen Spieler für die Nationalmannschaft zu nominieren erforderte einige Kreativität von Teamchef Hugo Meisl.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 3294
Bei der niederösterreichischen Auswahl gegen Süddeutschland traf der Stürmer einmal zum Anschluss vor 10.000 Zuschauern.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 218
Beim 2:5 für die Amateure gegen den Sportclub erzielte der Stürmer zwei Tore in Folge (2:3 und 2:4).
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 377
Beim 10:1-Kantersieg über Simmering erzielte der Stürmer zwei Tore und war neben Kalman Konrad maßgeblich am Torfestival beteiligt.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3576
Im 0:6-Sieg gegen die Vienna erzielte der Stürmer gleich vier von sechs Toren (0:1, 0:2, 0:4, 0:5).
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2074
Beim 5:1 gegen Wacker erzielte der dickköpfige Stürmer das 4:1 mit einem Freistoß, ließ sich aber laut Sporttagblatt zu sehr von der Methode des kurzen Passens leiten, obwohl der breiige Boden seiner Kleinkunst nicht zugutekam.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1795
Im Cupfinale eröffnete der Stürmer mit einem Schuss von Franz Hansl - nach einem Zuspiel von Hugo Vecera, der seinerseits den Ball von Ferdinand Swatosch erhalten hatte - in der 30. Minute den Torreigen zum 1:0 für die Amateure.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4436
Bei der Abreise zur Sommerreise nach Holland und Schweden im Juli 1921 gehörte zum Reisegepäck der Amateure auch eine gebratene Gans, die Franz Hansl, der 'Spaßvogel' der Truppe, mitführte. Als Hansl erfuhr, dass die Gans an Bord war, setzte er sich strategisch direkt neben den Gänseträger - aus Sorge, jemand könnte die Gans unterwegs als Snack verspeisen.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Montag, 11. Juli 1921', Para. 26-27
Auf der Sommerreise 1921 konnte Franz Hansl es nicht lassen, fortwährend seine Goldmedaille vom Cupsieg zu präsentieren und zu preisen.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Montag, 11. Juli 1921', Para. 27