Spielerprofil
Franz Twaroch
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Der damals 19-jährige Franz Twaroch von Wacker hatte einen kräftigen Schuss und avancierte zum ersten Publikumsliebling der Meidlinger. Aus der zweitklassigen Wacker wurde er in die Nationalmannschaft einberufen und feierte am 27. April 1913 sein Debüt gegen Ungarn. Ein Jahr vor dem ersten Weltkrieg wurde er zum Wehrdienst nach Galizien eingezogen, danach folgten 4 weitere Kriegsjahre. Nach dem Krieg fand er nie wieder Anschluss an seine früheren Leistungen, kehrte nicht nach Österreich zurück und starb am 28. Oktober 1933 im mährischen Olbersdorf an der polnischen Grenze. Im Relegationsfinale gegen Rudolfshügel (0:6) zählte er zum besten Wacker-Spieler, konnte aber alleingelassen nichts ausrichten.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 210, 212
Im zweiten Relegationsspiel Wacker - Hertha (2:2) gelang Franz Twaroch der Ausgleich per Elfmeter und in der 46. Minute die 2:1-Führung, aber trotz seiner zwei Tore konnte er nie zu seiner bekannten Stärke aus Meisterschaftsspielen finden - er spielte sehr nervös und verunsichert, da der Druck, seine Mannschaft in die 1. Liga zu schießen, zu schwer auf seinen Schultern lastete.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 42, 50