Spielerprofil
Hans Martin Mauthner
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Anekdoten & Zitate
Der damals 36-jährige Vienna-Präsident Hans Martin Mauthner befand sich während der Belagerung von Przemysl in der Festung - er war Unternehmer und betrieb eine Knopffabrik, die bereits sein Großvater gründete. Im Krieg brachte er es zum Major, geriet aber 1915 nach dem Fall von Przemysl in russische Kriegsgefangenschaft. Mauthner war auch die treibende Kraft, die in der Saison 1913/14 die Relegationsspiele abschaffte - was sich später zum Nachteil seines eigenen Vereins, der Vienna, herausstellte (Abstieg). Im Februar 1915 wurde er außertourlich zum Major befördert und erhielt den Eisernen Kronenorden 3. Klasse mit Kriegsdekoration - kurz darauf, am 22. März 1915, kapitulierte die Festung Przemyśl mit 110.000 Soldaten. Nach seiner Rückkehr baute er sein Unternehmen zu einer Gemischtwarengroßhandlung aus, wurde 1935 Ehrenpräsident der Vienna und verstarb am 19. April 1937 nach langem Leiden. Mauthner galt als Mann mit außergewöhnlichen Charaktereigenschaften, besonders seine persönliche Bescheidenheit zeichnete ihn aus.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 24, 610, 732, 1302
Vienna-Präsident Hans Martin Mauthner, damals 38 Jahre alt, befand sich seit dem Fall von Przemyśl 1915 in einem Gefangenenlager im Osten Sibiriens. Mauthner stammte aus einer Familie von Knopffabrikanten aus Horschitz in Böhmen - sein Großvater hatte die Firma Joseph Mautner & Söhne gegründet, Hans Martin legte den Grundstein der Handelsagentur Mauthner, Lukacs & Co. Nach seiner Rückkehr baute er sein Unternehmen zu einer Gemischtwarengroßhandlung aus. Mauthner war einer der ersten, der das populäre Potential des Fußballs erkannte, seine damals erfolglosen Vermarktungsstrategien kamen aber um etliche Jahre zu früh.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 2094