Spielerprofil
Heinrich Belohlavek
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Anekdoten & Zitate
Heinrich Belohlavek war der unermüdliche Antreiber und Spielmacher im Mittelfeld der Hertha - eigentlich ein Eigengewächs der Rudolfshügler, das später zum erbitterten Lokalrivalen wechselte. Im Spiel WAF gegen Hertha (0:6, mit Abbruch) eskalierte seine Wut über Schiedsrichter Max Seemann derart, dass er Morddrohungen aussprach und nach Erhalt der roten Karte das Feld nicht verlassen wollte, was zum Spielabbruch führte - er erhielt daraufhin eine Sperre bis zum 15. März 1916. Belohlavek wurde später kommunistischer Widerstandskämpfer gegen das Dritte Reich und am 2. März 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Damit standen sich im Spiel der Amateure gegen die Hertha am Saisonbeginn 1915/16 bereits zwei spätere politische Gegenspieler gegenüber: Belohlavek als künftiger Widerstandskämpfer und sein Gegenspieler Hermann Haldenwang als späterer SA-Sturmbannführer.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 33, 57, 1267-1275, 1537
Heinrich Belohlavek erbrachte im Testspiel gegen MTK Budapest den Beweis, dass auch ein kleingewachsener Spieler nicht unbedingt den Kürzeren ziehen muss: Er hielt den um fast zwei Köpfe größeren Imre Schlosser vorzüglich in Schach und behielt dank seiner Springerfähigkeiten sogar in Kopfstoß-Duellen fast immer die Oberhand.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4650
Beim 4:3-Sieg gegen Rapid leistete sich Rudolfshügel den "Luxus", den Altstar gemeinsam mit Anton Goldnagel auf der Bank zu lassen, da der jüngere Gustav Lang noch nicht deren Klasse hatte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 416
Heinrich Belohlavek, ein kleinwüchsiger (1,56 Meter), aber kampfkräftiger Mittelfeldspieler, der lange für Hertha und Rudolfshügel erstklassig spielte, fand eine neue sportliche Heimat in Klosterneuburg. Seine letzte Leistung wurde als gut bezeichnet, konnte seine Mannschaft aber nicht vor einer empfindlichen Niederlage retten.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sich am Sonntag noch so tat', Para. 465