Spielerprofil
Heinrich Oppenheim
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Heinrich 'Harry' Oppenheim war mit der Vienna gerade abgestiegen und in Gesprächen mit dem WAC, als ihn der Ruf zu den Waffen ereilte. Bei Zamosc kämpfte er in der Armee Auffenbergs und erhielt eine Schusswunde im linken Unterarm, die ihn kampfunfähig machte. Er schleppte sich in eine Scheune, wo ein unverwundeter Russe den Verletzten alle erdenkliche Hilfe leistete und sich unter den Österreichern wohler fühlte als unter seinen Kompatrioten. Als Beute brachte Oppenheim einen Russenmantel mit nach Wien.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 22-24
Heinrich Oppenheim kam beim 2:1-Sieg von Rapid gegen den WAF erstmals zum Einsatz - ein Weltkriegsteilnehmer der ersten Stunde, der vor dem Krieg bei der Vienna spielte und kriegsbedingt eine lange Auszeit hatte. In diesem Spiel zog er sich, bereits im Krieg verwundet, eine Handfraktur zu. Er spielte mit gebrochener Hand und großen Schmerzen weiter und sackte erst beim Schlusspfiff zusammen, musste mit der Rettung ins Spital gebracht werden. Das Fremden Blatt schrieb: 'Sein Heroismus verdient alle Anerkennung.'
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 369-377