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Aus der Buchreihe Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel
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Spielerprofil

Heinrich Plhak

ehemaliger FAC-Torhüter

Vereine & Saisonen

FAC WAC / FAC
1911/12 1913/14 1914/15 1919/20

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-05 WAC FAC goalkeeper
1920-09-12 FAC Admira goalkeeper
1920-09-19 FAC Simmering goalkeeper
1920-10-10 Vienna FAC goalkeeper
1920-10-24 FAC Hertha goalkeeper
1920-11-14 Rudolfshügel FAC goalkeeper
1920-11-21 FAC Hakoah goalkeeper
1920-11-28 Rapid FAC goalkeeper
1920-12-05 Sportclub FAC goalkeeper
1920-12-26 FAC WAF goalkeeper
1921-02-13 FAC Amateure goalkeeper

Anekdoten & Zitate

Der damals 23-jährige Torhüter Heinrich Plhak gehörte zur 'weißen Ballett' aus Floridsdorf (FAC - Cricket, 7:1). Zwischen 1913 und 1916 brachte er es auf 4 Länderspiele. Er überlebte den ersten Weltkrieg und machte danach eine große Karriere als Schiedsrichter, wurde am Höhepunkt sogar von der FIFA zu internationalen Partien nominiert. 1924 beendete er seine Tätigkeit als Schiedsrichter, danach verliert sich seine Spur.

FAC · Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1510

Heinrich Plhak galt Ende 1913 als der beste Torhüter Österreichs. Beim Länderspiel Italien gegen Österreich (0:0) am 11. Januar 1914 in der Mailänder Arena vor 15.000 Zuschauern stand er im Tor; das Spiel wurde der exzellenten Abwehrarbeit beider Verteidigungslinien zugeschrieben - vor dem Spiel versuchten die Italiener die katastrophalen Bodenverhältnisse mit Erde, Kies und Sägemehl auszugleichen, was nur bedingt gelang.

FAC · Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1084, 1170, 1180

Im Spiel FAC - Rudolfshügel (1:0) bekam Heinrich Plhak einen Elfmeter zu schießen, weil ihn seine Mitspieler darum gebeten hatten - vielleicht als Entschuldigung, ihn beim letzten Spiel (0:7 gegen den WAC) so im Stich gelassen zu haben. Plhak war nicht nur ein exzellenter Tormann, sondern auch ein begnadeter Elfmeterschütze und konnte Rudolfshügel-Torwart Netschi ohne Probleme bezwingen.

FAC · Saison 1913/14 ·lustig

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1430

Der vom WAC neu verpflichtete Torhüter Heinrich Plhak war vor dem Krieg die klare Nummer 1 in Österreich und wurde im Spiel Wien gegen Berlin (5:1) gewürdigt: 'Tüchtig und verlässlich. Ist immer auf der Hut und kann nie überrascht werden.' Aus Pula schrieb er nach einem erfolgreichen Spiel gegen die Kriegsmarine (4:1): 'Sitzen wir im Restaurant, von wo wir an die Sportsgemeinde die besten Grüsse senden.' Später meldete er: 'Ich staunte als ich einige Fußballspieler in der Stadt entdeckte. Es spielten einige Kameraden aus Prag, als sie mich erkannten, sollte ich in der zweiten Hälfte mitspielen. Da hatte ich das Pech, dass ich auf dem steinigen Boden stürzte und mir den Knöchel verstauchte. Mühselig schleppte ich mich nach Hause und liege jetzt seit drei Tagen im Marodenzimmer. Heute wurde mir mitgeteilt, dass ich zum Vormeister befördert wurde.' Während des Krieges war er für den WAC nur kurz im Herbst 1916 im Einsatz; danach hatte der WAC keine Verwendung mehr für ihn und er ging zurück zu seinem Heimatverein FAC, wo er noch einige Saisonen Stammtorhüter war. Am 13. Februar 1921 erlitt er im Heimspiel gegen die Amateure nach 10 Minuten einen Beinbruch, der seine Karriere beendete. Nach seiner Karriere wurde er ein erfolgreicher Schiedsrichter, der sogar als FIFA-Schiedsrichter internationale Spiele pfeifen durfte.

WAC / FAC · Saison 1914/15 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 447, 1130-1139

Heinrich Plhak bestritt seine erste Schiedsrichterpartie seiner späteren FIFA-Karriere, weil der reguläre Schiedsrichter beim Spiel Admira gegen Hertha nicht erschienen war.

FAC · Saison 1919/20 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 1812

Heinrich Plhak trat später wieder als Elfmeterschütze für den FAC in Erscheinung und verwandelte einen Elfmeter scharf in die Ecke zum 1:1-Ausgleich.

FAC · Saison 1919/20 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3830