Spielerprofil
Johann Mayringer
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Der damals 27-jährige Johann Mayringer hatte sich sportlich in den verschiedensten Disziplinen versucht und überall eine weit über den Durchschnitt herausragende Leistungsfähigkeit erworben. Er begann seine Laufbahn bei den Wiener Kickern, wurde dann für den Wiener Sportclub entdeckt und war bald eine Stütze der ersten Mannschaft - er spielte sowohl als linker wie auch rechter Flügelstürmer. Er kam in das Wiener und dann in das österreichische Team, unter anderem spielte er beim Rekordsieg Wiens gegen Berlin (8:1) am 2. April 1911 in Mariendorf vor 6.000 Zuschauern - Mayringer schoss das 8:1 in der 72. Minute. Im Winter beschäftigte er sich mit Eiskunstlauf, startete in zwei Neulingsläufen und wurde beide Male ganz knapp vom späteren Weltmeister Ing. Fritz Kalcher geschlagen. Berufliche Hindernisse setzten seiner Kunstläuferkarriere ein Ende, er kehrte zum Fußball zurück, nahm aber auch das Rudern auf (Piraten, Schwarzböckvierer) - binnen weniger Wochen wurde diese Anfängercrew zum besten Vierer Wiens. Für die Wintermonate hatte Mayringer das Eishockeyspiel zu seinem Lieblingssport erwählt und galt als zweifellos stärkster Spieler der Monarchie. Nebenbei betrieb er auch noch Schwimmen und Skilaufen, und hat es auch darin zu einer nicht alltäglichen Fertigkeit gebracht.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1815