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Aus der Buchreihe Austria Wien 1925/26: Das zweite Double der Amateure
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Spielerprofil

Johann Neumann

wechselte später zum Sportclub

Vereine & Saisonen

Vienna (Döbling) Sportclub WAC
1911/12 1912/13 1914/15 1919/20 1920/21 1922/23

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-11-12 Vienna WAC inside_left
1920-11-21 WAC Amateure inside_left
1920-11-28 WAC Hakoah inside_left
1920-12-05 Rudolfshügel WAC inside_left
1921-01-02 WAC Rapid inside_right
1921-02-20 Admira WAC inside_left
1921-03-06 Wacker WAC inside_left
1921-03-13 WAC WAF inside_left
1921-04-03 Vienna WAC inside_left
1921-04-10 Rapid WAC inside_left
1921-05-29 WAC Rudolfshügel inside_left
1921-06-04 Hertha WAC inside_left
1921-06-08 Amateure WAC inside_left
1921-06-12 FAC WAC inside_left
1921-06-24 Hakoah WAC inside_left
1921-06-29 WAC Sportclub inside_left

Anekdoten & Zitate

Johann Neumann, kongenialer Sturmpartner von Johann „Jan“ Studnicka, traf beim Spiel WAC - FAC 3:2 zwei Mal für die Gastgeber. In den letzten zwei Saisonen vor dem Krieg holte er sich 2 Mal die Torjägerkrone, darunter 10 Tore in 9 Spielen in der Kriegssaison Frühjahr 1915. Er überlebte den ersten Weltkrieg nicht und starb darin.

WAC · Saison 1911/12 ·tragisch

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 99

Im Spiel WAC - Rapid (1:1) traf Johanns Neumanns Schuss in der letzten Minute die Stange eines leeren Tores. Rapid-Tormann Kaltenbrunner hatte sich beim Herauslaufen falsch kalkuliert.

WAC · Saison 1912/13 ·skurril

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 480

Im Spiel WAC - Sportclub (9:1) erzielte Topstar Johann Neumann alleine 7 Treffer. Im Städtespiel Wien gegen Berlin wurde er beschrieben: 'Hohe Qualität, durchsetzungsstark im 1 vs 1, kann weite Bälle punktgenau an das Ziel bringen, ausgezeichneter Schütze' - 'Er war fleißig wie ein Läufer und schusstüchtig wie ein österreichischer Artillerist', schrieb das Sportblatt. Anfang März 1915 musste er nach seinem letzten Einsatz (7:5 beim FAC, dreifacher Torschütze) endlich an die Front. Im April 1915 wurde er vermisst gemeldet: 'Hans Neumann, der brillante Torschützer des WAC, wird vermisst. Er wurde vorher wegen eines geschickten Patrouillenganges, zur Auszeichnung vorgeschlagen.' Im Mai 1915 wurde er offizieller Kriegsgefangener Russlands, später im Lager Sabaikalsk (an der Grenze zu China und der Mongolei) - eine sehr abgelegene Siedlung, sodass seine Rückreise nach dem Krieg, in den Wirren des russischen Bürgerkriegs, Jahre dauerte und 'einen ganzen Roman füllen könnte'. Neumann überlebte den Krieg, lief zwischen 1921 und 1923 noch 4 Mal für Österreich auf und spielte bis 1925 erstklassig - zuletzt für Vienna (Vizemeister 1923/24) und Sportclub.

WAC · Saison 1914/15 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 459, 481, 1436-1440, 1493-1494, 2019-2024, 2140, 2503

Der WAC-Goalgetter Johann Neumann, dessen Tore in der Saison 1914/15 für den ersten Meistertitel der "Praterleute" sorgten, befand sich als Kriegsgefangener in einem Lager im Dreiländereck Russland, Mongolei und China und lebte in bitterster Not. Eine Spendenaktion sollte seine Rückkehr finanzieren. Neumann war von Beruf Bäcker.

WAC · Saison 1919/20 ·tragisch

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4194

Nach sechs Jahren sibirischer Kriegsgefangenschaft kehrte der "Friedensstürmer" des WAC mit dem Heimkehrertransport auf dem Dampfer "Nankai Maru" nach Triest und schließlich nach Wien zurück. Die Vertreter der Wiener Vereine und des Fußballverbandes empfingen ihn am Hütteldorfer Bahnhof. Er stand verlegen inmitten der Begrüßenden, erzählte kurz von seinen Erlebnissen und erbat ausführlichen Bericht über seinen Verein. Trotz einer in Sibirien durchgemachten schweren Krankheit fühlte er sich körperlich in vorzüglicher Verfassung und wollte sich wieder einem Lauftraining unterziehen.

WAC · Saison 1920/21 ·tragisch

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1035

Bei seinem ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, gegen die Vienna am Nationalfeiertag, stand der gelernte Bäcker Neumann im Mittelpunkt des Interesses. Er führte sich sehr gut ein und erweckte mit seinen bekannten Pass- und Schussaktionen großen Beifall. Allerdings war er noch zu langsam und hatte mangels Training noch nicht die erforderliche Ausdauer, beherrschte den Ball aber weiterhin vortrefflich und sein Schussvermögen hatte trotz der vieljährigen Gefangenschaft nicht gelitten.

WAC · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1055

Beim 0:9-Debakel gegen Rapid kam der Vorkriegsstar und Kriegsgefangenenrückkehrer Neumann zu keinem einzigen Schuss. Er wurde auch "der dicke Dick" genannt - wobei dies tatsächlich auf seinen Mitspieler Johann Dick gemünzt war, der die einzige vernünftige Leistung des WAC ablieferte ("Nomen est omen").

WAC · Saison 1920/21 ·lustig

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1674

Beim sensationellen 9:5-Spektakel gegen Rapid kam der Superstar der Vorkriegszeit aus klarer Abseitsstellung an den Ball, zeigte kurz seine technische Klasse und legte für Mohammed al-Anwar zum zwischenzeitlichen 5:3 ab. Das Sporttagblatt monierte allerdings, ein fähigerer Trainer hätte Neumann ins Mittelfeld zurückziehen sollen, um den überragenden Josef Uridil besser zu bewachen - stattdessen schenkte Uridil dem WAC mit sieben eigenen Treffern die Show.

WAC · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2802

Beim 5:3-Erfolg über die Amateure schoss der Altstar gleich zweimal Tor um Tor wie in seinen alten Tagen vor dem Krieg, als er sich 1912/13 und 1913/14 die Torjägerkrone holte. Das 1:1 war ein unhaltbarer Weitschuss, der Ausgleich zum 2:2 stammte ebenfalls von ihm.

WAC · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3661

Beim 4:2-Sieg über den Sportclub erzielte der Altstar im Alleingang alle vier Tore des WAC - darunter auch den von ihm selbst herausgeholten Elfmeter zum 4:2, nachdem sein Sololauf von Josef Teufel regelwidrig gestoppt worden war. Damit rettete der "Vorkriegssuperstar" seinem abstiegsbedrohten Verein die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

WAC · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4229

'Ein Bein wurde gefunden' – Scherzglosse über sein angeblich 'fehlendes rechtes Bein', das wieder auftaucht (Okt. 1922).

WAC · Saison 1922/23 ·lustig

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1500

'Glück gehört dazu' – erzielt 5 Tore in einem Spiel gegen WAF (5:3, Feb. 1923).

WAC · Saison 1922/23 ·außergewöhnlich

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~3300