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Aus der Buchreihe Austria Wien: Der erste violette Titel
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Spielerprofil

Josef Haist

Vereine & Saisonen

WAF
1913/14 1914/15

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-08 Amateure WAF right_wing
1920-09-12 WAF Vienna right_wing
1920-09-19 Wacker WAF left_wing
1920-10-03 WAF WAC left_wing
1920-10-24 WAF Hakoah right_wing
1920-11-12 WAF Sportclub left_wing
1920-11-21 Rapid WAF left_wing
1920-11-28 Admira WAF right_wing
1920-12-05 WAF Simmering left_wing
1921-03-06 WAF FAC right_wing
1921-03-13 WAC WAF inside_right
1921-03-20 WAF Rapid right_wing
1921-04-03 Simmering WAF right_wing
1921-04-10 WAF Amateure right_wing
1921-05-08 Rudolfshügel WAF inside_left
1921-05-29 WAF Hertha inside_left
1921-06-04 Hakoah WAF inside_left
1921-06-12 WAF Admira inside_left
1921-06-19 Sportclub WAF inside_left
1921-07-07 Vienna WAF inside_left

Anekdoten & Zitate

Beim 4:5-Sieg des WAF gegen den FAC war der damals erst 19-jährige Josef Haist derjenige beim WAF, der seine Mitspieler immer wieder neu motivieren konnte und unermüdlich antrieb - er ging erfolgreich in die Zweikämpfe und holte sich oft aussichtslos erscheinende Bälle, und riss so seine Mannschaftskameraden mit.

WAF · Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 207

Josef Haist brach sich in einem Testspiel auf hart gefrorenem Boden in der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison 1914 das Bein - eine empfindliche Schwächung für den WAF, denn Haist war zu diesem Zeitpunkt in Hochform und der einzige WAF-Spieler in der Nationalmannschaft. Im Elisabethspital gab er kurz vor Saisonbeginn dem Sportblatt ein Interview und erzählte über seine Anfänge im Fußball, die vor 7 Jahren mit Gleichaltrigen aus der Nachbarschaft und einem Fetzenball aus der 'Hausindustrie' begannen. 3 Jahre später, mit 15, schloss er sich seinem ersten Verein an, der Normannia aus Simmering - dem Verein, in dem auch Simmerings Goalgetter Josef Kudin entdeckt wurde. Bevor Haist zum WAF wechselte, spielte er noch kurze Zeit bei einem Verein mit dem klingenden Namen Neptun. Mit Rührung sprach Haist von den Sympathiebeweisen nach dem Unfall und hob die aufopfernde Pflege im Krankenhaus hervor.

WAF · Saison 1913/14 ·tragisch

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1192, 1305-1313

Josef Haist, gerade erst von einer schweren Verletzung vor der Frühjahrssaison 1914 genesen, musste fast vom Krankenbett direkt in den Krieg ganz vorne an die Front im Osten und erlebte dort in einem schweren Gefecht seine Feuertaufe - er blieb unverletzt, erkrankte aber und lag wieder im Krankenbett. Bei einem Frontbesuch wurde er beschrieben: er schlenderte 'seelenvergnügt' über die Straße und kaute an einem mächtigen Stück Kriegsbrot, mit frischer Gesichtsfarbe und vollen, runden Backen als Beweis dafür, dass die Wiener Küche selbst im Felde nicht völlig versagte. Wegen seines gebrochenen Haxels wurde er nur zu leichteren Diensten herangezogen, war bei Vorgesetzten gleich beliebt und es fehlte ihm zur vollen irdischen Glückseligkeit nur das regelmäßige Fußballspiel. Im Mai 1915 schrieb er von der russisch-polnischen Front: 'Wir haben auf unserem Armee Gepäcksmarsch an die Weichsel noch einige Stacheldrahthürden zu nehmen, rasten auf dieser Stelle einige Zeit aus, um dann sicher im Spurt die letzte Etappe überwinden zu können.'

WAF · Saison 1914/15 ·skurril

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 177, 1238, 1748, 2421