Spielerprofil
Karl Heinlein
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
WAC-Stürmer Karl Heinlein schrieb im April 1915: 'Liege seit 7. April, an einer Lungenentzündung erkrankt, im Spital in Olmütz. Wenn ich Sie bitten darf, so senden Sie mir die letzten drei Nummern Ihres Blattes, da ich von sportlichen Nachrichten keine Ahnung habe.' Der damals fast 23-jährige überlebte den Krieg und spielte aktiv bis 1924. Zwischen 1917 und 1919 brachte er es auf zwei Länderspieleinsätze. Ende der 20er Jahre schlug er die Trainerlaufbahn ein und ging nach Barcelona und nach Luzern. Heinlein starb am 2. Mai 1960 in Wien.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1914
Karl Heinlein wird als Gegenbeispiel zu den vielen Wiener Fußballern beschrieben, die ins Ausland gingen, um schnelles Geld zu machen: Er nutzte seine Fußballkünste im Ausland, um eine berufliche Existenz aufzubauen, und kehrte mit gespartem Geld zurück, um ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Die Agramer Presse lobte ihn als Spieler, der 'ein richtiges System eingeführt' habe und als 'Liebling des Publikums' - bei eigenen Fans wie bei Gegnern.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Karl Heinlein', Para. 1217-1221
Heinlein kehrte zur Vienna zurück und feierte im Spiel gegen Wacker am 2. April 1922 ein spätes Anschlusstor zum 1:3, nachdem Vienna zur Halbzeit 0:3 zurückgelegen hatte.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Vienna - Wacker 2:3', Para. 2177-2180