Spielerprofil
Karl Kantner
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-12-12 | Hertha | Sportclub | centre_half |
| 1920-12-19 | Hertha | WAF | centre_half |
| 1921-02-20 | Sportclub | Hertha | centre_half |
| 1921-03-13 | Hertha | Admira | centre_half |
| 1921-04-03 | Hertha | FAC | centre_half |
| 1921-04-10 | Wacker | Hertha | centre_half |
| 1921-04-30 | Simmering | Hertha | left_half |
| 1921-05-22 | Hertha | Amateure | centre_half |
| 1921-05-29 | WAF | Hertha | centre_half |
| 1921-06-04 | Hertha | WAC | centre_half |
| 1921-06-12 | Hakoah | Hertha | centre_half |
| 1921-06-19 | Hertha | Rudolfshügel | centre_half |
| 1921-06-26 | Rapid | Hertha | centre_half |
| 1921-07-03 | Hertha | Vienna | centre_half |
Anekdoten & Zitate
Sportclub-Mittelfeldspieler Karl Kantner wurde an der serbischen Front schwer an der linken Hand verwundet, durfte zurück nach Wien, lag im Wilhelminenspital und nahm im Frühjahr 1915 (mit gerade erst frisch verheilter Wunde) an der ersten Kriegsmeisterschaft teil. Der damals erst 21-jährige gelernte Maschinenschlosser musste am 17. Mai schon wieder zurück an die Front. Im Anschluss desertierte Kantner zwei Mal, wurde aber beide Male aufgegriffen - seine mehrmalige Fahnenflucht hatte aber Erfolg: er musste anschließend nicht mehr an der Front kämpfen, sondern kam nach Strebersdorf in eine große Automobilwerkstätte, wo er bis Kriegsende blieb. Am 18. November 1918 wurde er offiziell vom Militärdienst entlassen. Im Spiel Rudolfshügel - Sportclub (6:1) 1915 wurde er als exzentrische Persönlichkeit, 'mehrfacher Deserteur und Querulant, der sich sehr schwer mit Autoritäten tat', beschrieben - er dürfte daher ein sehr kreativer Spielmacher gewesen sein.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1215, 1442, 2467-2469
Karl Kantner, der Mittelläufer der Hertha, zeigte, dass er nicht nur gut aussehen, sondern auch 'spektakulär versagen' kann - seine Versuche, den Ball zu kontrollieren, endeten oft in ungewollten Kunststücken, die selbst gegnerische Fans applaudierten.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Weitere Anekdoten vom Sonntag', Para. 1150