Spielerprofil
Karl Krumpholz
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Beim Spiel FAC gegen Rudolfshügel (3:0, Abbruch) debütierte Karl Krumpholz im Tor - ein Eigenbauspieler, der in der Favoritner Angeligasse 37 wohnte, nur einen Kilometer vom Rudolfshügel Platz entfernt, sein Weg zum Training führte über die Laxenburger Straße zur Troststraße und weiter zur Van-der-Nüll-Gasse, etwa 13 Minuten zu Fuß. In der NS-Zeit betrieb Krumpholz einen Handel mit Hakenkreuz- und Abstimmungsabzeichen sowie bronzenen Führerbildern - bemerkenswert, da der SC Rudolfshügel als sozialistischer Arbeitersportverein galt. Sein ehemaliger Vereinskollege Heinrich Belohlavek schlug die entgegengesetzte politische Richtung ein.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 175, 1696
Nachdem Rudolfshügels Stammtorhüter Erwin Brazda bei einem Zusammenstoß verletzt vom Platz getragen werden musste, sprang Ersatzmann Karl Krumpholz ein - "dieser aber war seiner Aufgabe in keiner Hinsicht gewachsen". Krumpholz fauste in der 39. Minute einen Eckball unglücklich direkt mit dem Ball selbst hinter die eigene Linie und ließ kurz darauf einen schwachen Schuss von Ferdinand Swatosch durch die Hände rutschen. Die Zuschauer waren sich einig: Brazda hätte den Ball leicht gehalten. Karl Krumpholz war zu nervös, kam zu unerwartet zu diesem Einsatz, war nicht darauf vorbereitet, und die ungewöhnlich hohe Zuschauermenge von 10.000 bei diesem Pokalspiel - rekordverdächtig für ein Nicht-Länderspiel - trug nicht gerade zu seiner Beruhigung bei. Rapid gewann das Spiel am Ende mit 5:2.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 3576