Spielerprofil
Karl Neubauer
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-05 | WAC | FAC | centre_half |
| 1920-09-12 | FAC | Admira | centre_half |
| 1920-09-19 | FAC | Simmering | centre_half |
| 1921-02-13 | FAC | Amateure | centre_half |
| 1921-02-20 | FAC | Rudolfshügel | centre_half |
| 1921-03-06 | WAF | FAC | centre_half |
| 1921-03-13 | FAC | Rapid | centre_half |
| 1921-04-03 | Hertha | FAC | centre_half |
| 1921-04-10 | FAC | Sportclub | centre_half |
| 1921-05-29 | Admira | FAC | centre_half |
| 1921-06-05 | FAC | Vienna | centre_half |
Anekdoten & Zitate
Karl Neubauer spielte derzeit so gut wie nie zuvor - er teile sich seine Kräfte besser ein und habe sich auch technisch verbessert, hieß es in der Bewertung der Teamkandidaten.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4341
Karl Neubauers Leistung im Cupspiel gegen die Amateure wurde schon mit dem Prädikat Weltklasse tituliert - er war kaum zu überspielen und gewann fast jeden Zweikampf.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4850
Der Spielmacher und Nationalspieler wurde vom Verband suspendiert, weil er in einem Testspiel gegen die zweitklassigen Cricketer den Cricket-Spieler Kreuzer nach einem harten Kopfballduell in die Schulter biss. Der Schulterbiss hatte auch Ausschreitungen auf den Rängen zur Folge.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 631
Nach langer Sperre wieder dabei, brachte der Spielmacher als Spielgestalter im zentralen Mittelfeld viel Lob ein: "Karl Jiszda bringt eine schier unverwüstliche Ausdauer und die nötige Balltechnik mit" - aber das galt eigentlich für seinen Vertreter, während Neubauer selbst nach seiner Sperre konditionelle Probleme hatte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 838
Beim 3:3-Remis gegen Rapid erzielte der Spielmacher mit einem "Bombenfreistoß" das 3:1 - der nicht einmal von einem englischen Torhüter gehalten worden wäre, wurde berichtet; immerhin war August Kraupar noch mit den Fingerspitzen dran.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2372
Im Spiel gegen die Vienna verschuldete der Spielmacher einen Handelfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer und hatte auch beim 3:3-Ausgleich "die Beine im Spiel" - er fälschte einen Schuss von Ferdinand Fridthum für seinen eigenen Torhüter unhaltbar ab. Der FAC vermutete daraufhin, er habe sich von der abstiegsbedrohten Vienna für eine schwache Leistung finanziell belohnen lassen, und beantragte beim ÖFB seinen Ausschluss.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3640
Der Spieler verteidigte sich öffentlich im Sporttagblatt: Er habe vor dem Spiel mit Vienna-Direktor Müller nur belanglose Worte gewechselt, da er mit ihm zwei Wochen auf Länderspielreise gewesen sei. Die Behauptung, er habe Franz Amon aufgefordert, die Vienna gewinnen zu lassen, sei unrichtig - er habe nach einem verfehlten Ball nur gesagt "Na und wenn es schon ein Goal gewesen wäre, da wäre auch nichts dabei", worauf Amon ihn aufforderte, den Platz zu verlassen, und er in "augenblicklicher Verstimmung" tatsächlich in die Kabine ging, später aber zurückkam und bis zum Schluss gut spielte. Den Handelfmeter habe Amon selbst durch ein Handspiel verschuldet, das Eigentor sei von Istvan Sterba abgeprallt, nicht von ihm.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3684
Trotz der Verteidigung wurde der Spielmacher vom FAC suspendiert. Sein Platz im zentralen Mittelfeld wurde von Josef Bernhauer übernommen. In der nächsten Saison spielte er für Rapid - es wurde vermutet, er habe mit seiner Aktion einen Wechsel erzwingen wollen.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3703
Karl Neubauer, einstiger Spieler des Floridsdorfer AC, wurde beschuldigt, absichtlich schlecht gespielt zu haben, um seinem Team zu schaden ('absichtlich nachlässiges, seinen Verein schädigendes Spiel'), wobei ihm ein verschuldeter Elfmeter und ein Eigentor vorgeworfen wurden. Er wurde deshalb zunächst für ein Jahr gesperrt.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Der Fall Neubauer', Para. 33-37
Im Fall Neubauer wurde die zunächst einjährige Sperre auf ein halbes Jahr reduziert; ab 1. Januar 1922 durfte er wieder spielen.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Herabminderung der Strafe im Fall Neubauer', Para. 191-193
Nach seiner langen Sperre wechselte Karl Neubauer zu Rapid und stand am 8. Januar 1922 erstmals für seinen neuen Verein auf dem Platz.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Rapid - Sportclub 1:5', Para. 1542
Im Zusammenhang mit der Bestrafung Rapids wegen der Spanienreise wurde berichtet, dass Karl Neubauer (gemeinsam mit Ferdinand Wesely) in seinem ehemaligen Klub unwahre Angaben gemacht habe, er hätte Millionenbeträge von der Reise mitgebracht - teils durch Diäten, teils durch Glücksspiel in Monte Carlo. Beide Spieler wurden deshalb streng verwarnt.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Die Bestrafung Rapids', Para. 2584-2585
Beim 10:2-Sieg von Rapid gegen Admira am 12. März 1922 verwandelte Karl Neubauer souverän einen Elfmeter zum 6:1.
Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Rapid - Admira 10:2', Para. 1957, 1962
Erzielt am 27.05.1923 zwei Tore gegen WAC, wird bildhaft 'wie der Teufel auf Rädern' beschrieben.
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~4250