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Aus der Buchreihe Fussball vor dem Weltkrieg
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Spielerprofil

Karl Ostrizek

Torhüter

Vereine & Saisonen

Vienna (Döbling) Hertha Hertha Wien Österreich (Nationalmannschaft) Vienna
1918/19 1919/20 1920/21 1921 1921/22 1922/23 1924/25 1925/26

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-05 Hertha Rapid goalkeeper
1920-09-12 Rudolfshügel Hertha goalkeeper
1920-10-03 Amateure Hertha goalkeeper
1920-10-10 Admira Hertha goalkeeper
1920-10-24 FAC Hertha goalkeeper
1920-10-31 WAC Hertha goalkeeper
1920-11-14 Hertha Simmering goalkeeper
1920-11-21 Vienna Hertha goalkeeper
1920-11-28 Hertha Wacker goalkeeper
1920-12-12 Hertha Sportclub goalkeeper
1920-12-19 Hertha WAF goalkeeper
1921-02-20 Sportclub Hertha goalkeeper
1921-03-13 Hertha Admira goalkeeper
1921-04-03 Hertha FAC goalkeeper
1921-04-10 Wacker Hertha goalkeeper
1921-05-22 Hertha Amateure goalkeeper
1921-05-29 WAF Hertha goalkeeper
1921-06-04 Hertha WAC goalkeeper
1921-06-12 Hakoah Hertha goalkeeper
1921-06-19 Hertha Rudolfshügel goalkeeper
1921-06-26 Rapid Hertha goalkeeper
1921-07-03 Hertha Vienna goalkeeper

Anekdoten & Zitate

Der 17-jährige Karl Ostrizek legte als Torhüter der Hertha eine Talentprobe ab. Er machte später noch eine große Karriere, endete aber in einem tragischen Schicksal: Am Höhepunkt seiner Karriere musste er wegen einer unheilbaren Augenkrankheit seine Laufbahn beenden. Er konnte diesen Schicksalsschlag nicht mehr überwinden und nahm sich mit nur 29 Jahren, am Grab seiner Mutter, das Leben.

Hertha · Saison 1918/19 ·tragisch

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 1490

Der erst 17/18-jährige Hertha-Torhüter Karl Ostrizek ragte bei der knappen Niederlage der Hertha im Cup gegen die Amateure als bester Spieler seiner Mannschaft heraus.

Hertha · Saison 1919/20 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3082

Karl Ostrizek hielt bei der 4:0 Gala der Hertha gegen den WAF einen Elfmeter und bekam ansonsten nur wenig zu tun, da seine Verteidigung stark spielte.

Hertha · Saison 1919/20 ·bemerkenswert

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3363

Die Hertha verdankte ihr torloses Remis gegen Wacker in erster Linie der ausgezeichneten Leistung von Torhüter Karl Ostrizek, der mit Glanzparaden und einer Rettung von der Torlinie das Tor sauber hielt.

Hertha · Saison 1919/20 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4729

Karl Ostrizek hielt im Spiel gegen Simmering überragend und brachte Hertha mit mehreren starken Paraden, darunter gegen einen Bombenschuss von Ferdinand Swatosch, gut durch die Partie.

Hertha · Saison 1919/20 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4407

Beim 1:2 gegen Hakoah versagte der Tormann "vor wenigen Tagen gegen den damals übermächtigen MTK Budapest" noch nicht - hier aber wurde von "außerordentlicher Tormannskunst" berichtet, die der Hertha zumindest einen Punkt sicherte.

Hertha · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 840

Bei seinem Länderspieldebüt gegen Schweden versagte der sonst überragende Tormann komplett: Beim 0:1 trug er den Ball mehr als zwei Schritte in den Händen, woraus ein Freistoß resultierte, der ohne Gegenwehr ins Netz ging. Beim 0:2 prallte der Ball - "ein äußerst seltener Fall" - vom Gesicht des Tormannes ab und landete im eigenen Tor. Das Sporttagblatt schrieb later über sein "Lampenfieber": "Seine katzenähnliche Wendigkeit wandelt sich in plumpes, bärenartiges Watscheln... 24 Stunden später steckt Ostrizek wieder in seiner gewohnten Haut, in der alten Herthadress... und Ostrizek ist wieder der Alte, der Unüberwindliche!"

Hertha · Saison 1920/21 ·tragisch

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2564

Im Spiel gegen Deutschland-Ungarn (4:1) wehrte der Tormann in der Schlussphase einen Elfmeter mit einer "sensationellen Parade" ab und sicherte damit den 4:1-Sieg ab.

Hertha · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2975

Beim 2:2 gegen Schweiz hielt der Tormann wieder gut - an den beiden Gegentreffern hatte er keine Schuld.

Hertha · Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3045

In diesem Spiel gegen Wacker trafen "zwei künftige Selbstmörder" aufeinander: Friedrich Stach bei Wacker und der Tormann der Hertha. Beide nahmen sich in nur wenigen Jahren das Leben - bei Karl Ostrizek gilt dies als gesichert, dass es mit dem nicht nach Plan verlaufenen sportlichen Werdegang zusammenhing.

Hertha · Saison 1920/21 ·tragisch

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2832

Karl Ostrizek stand am 24. Juli 1921 im Tor der österreichischen Nationalmannschaft beim 3:1-Sieg gegen Schweden in Stockholm.

Österreich (Nationalmannschaft) · Saison 1921 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Schweden - Österreich 1:3', Para. 98-100

Hertha-Torhüter Karl Ostrizek hatte im Spiel gegen Rapid (27. November 1921) das Pech, durch eine alte Verletzung und einen scharf geschossenen Ball, der ihn direkt ins Auge traf, mehr Zeit mit Schmerzen als mit Bälle abwehren zu verbringen - er kämpfte dennoch weiter, mit einem Stil 'so prächtig wie ein humpelnder Löwe'.

Hertha Wien · Saison 1921/22 ·tragisch

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Weitere Anekdoten vom Sonntag', Para. 1147

Glosse über seine akrobatischen Paraden im Tor (Okt. 1922).

Hertha · Saison 1922/23 ·außergewöhnlich

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1500

Vienna-Torhüter Karl Ostrizek reagiert beim Gegentor von Slovan-Spieler Matej Stepan zu langsam, was in der Berichterstattung als slapstickhafte Szene seines Torwartspiels dargestellt wird.

Vienna (Döbling) · Saison 1924/25 ·lustig

Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)

Beim Besuch im Warenhaus Julie Deltl im Oktober 1925 trifft man Karl Ostrizek in der Spielwarenabteilung, wo er begeistert mit einer Modelleisenbahn spielt und sich weigert, Spielzeugsoldaten oder ein Schaukelpferd zu verkaufen.

Vienna · Saison 1925/26 ·lustig

Quelle: Buch 15, Oktober 1925, Feature 'Besuch im Warenhaus Julie Deltl'

Karl Ostrizek erleidet im Februar 1926 eine schwere Fingerverletzung, die zur Amputation führt; in den folgenden Jahren erblindet er, und am 7. Mai 1930 nimmt er sich das Leben - eine der tragischsten Biografien des Buches.

Hertha · Saison 1925/26 ·tragisch

Quelle: Buch 15, Februar 1926, Bericht zur Verletzung Karl Ostrizeks

Bei dem ausführlichen zweiten Besuch im Warenhaus Julie Deltl am 30. Oktober 1925 spielt Karl Ostrizek erneut in der Spielwarenabteilung mit einer Modelleisenbahn und lehnt es ab, Spielzeugsoldaten oder das Schaukelpferd zu verkaufen.

Vienna · Saison 1925/26 ·lustig

Quelle: Buch 15, 30. Oktober 1925, Feature 'Besuch im Warenhaus Julie Deltl' (2. Teil)