Spielerprofil
Karl Pekarna
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Anekdoten & Zitate
Karl Pekarna war ein damals 34-jähriger Torhüter, der als erster Fußballlegionär Österreichs gilt. Der gelernte Postbote erkämpfte sich im Mai 1900 als 18-jähriger einen Stammplatz im Tor der Vienna, nachdem sich Viennas erster Torwartstar Karl Mollisch verletzte, und avancierte binnen kurzer Zeit zur Tormannsensation Wiens - er beherrschte den Strafraum wie kein anderer und war am Boden ebenso stark wie in der Luft. 1904 wurden die Glasgow Rangers auf ihn aufmerksam und boten ihm einen Profivertrag - Pekarna reiste zu Weihnachten 1904 nach Glasgow und wurde damit zum ersten Fußballlegionär vom europäischen Festland auf der britischen Insel und zu Österreichs erstem Fußballprofi überhaupt. Doch das Heimweh plagte ihn: er pfiff auf seinen hochdotierten Vertrag und kehrte schon Mitte 1905 nach Wien zurück, stand ab September 1905 wieder bei der Vienna im Tor. Drei Jahre später wechselte er zu Wacker München, 1910 mit einer Rekordsumme zum FC Bayern, wo er 4 Jahre im Tor stand bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Bis 1914 lebte er mit Frau und zwei Töchtern in München und arbeitete als Abteilungsleiter eines Sportartikelgeschäfts. Im November 1915 diente er bei den Deutschmeistern in Wien und spielte sonntags wieder für Viktoria. Nach dem Krieg zog er zurück nach Wien und beendete 1919 seine Spielerlaufbahn beim SK Slovan ve Vídni. 1921 versuchte er sich kurz als Trainer in Deutschland (Düren, Alemannia Aachen). 1926 erlitt er einen Schlaganfall, der ihn halbseitig lähmte und in den Rollstuhl zwang - er musste seinen Beruf als Lehrer aufgeben. 1946, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, verstarb der einstige Fußballheld Karl Pekarna vollkommen vereinsamt und von der Öffentlichkeit vergessen in Wien. Sein Grab befindet sich auf dem Sieveringer Friedhof (Gruppe 27, Reihe 8, Nr. 9).
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 1195-1199
Der 40-jährige Karl Pekarna gab anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Vienna ein Comeback im Tor gegen den WAC.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 1509
Beim Pokalspiel gegen den Sportclub stand schon nicht mehr Karl Pekarna im Tor der Vienna, sondern sein jüngerer Bruder Ludwig Pekarna, der gut hielt und eine höhere Niederlage verhinderte.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3084
Die alte Torhüterlegende Karl Pekarna war beim ungarischen Spitzenklub MTK Budapest im Gespräch, der ihm eine wertvolle Verstärkung erhofft hätte, obwohl Pekarna nicht mehr zu den Jüngsten zählte.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3057
Karl Pekarna entschied sich gegen das lukrative Angebot von MTK Budapest und kehrte wieder nach München zum FC Bayern zurück.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3197
Kaum nach München zurückgekehrt, hatte Karl Pekarna schon wieder Sehnsucht nach Wien: Er hatte im Spiel seines Vereins gegen Stuttgart nicht überzeugt, war mit seinem Münchner Aufenthalt finanziell unzufrieden und stand bereits nicht mehr in seiner Mannschaft.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4554
Karl Pekarna wurde als Trainer des Zweitligisten Slovan in der offiziellen Trainerliste der Saison genannt.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1853