Spielerprofil
Leopold Grundwald
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-05 | Hertha | Rapid | left_half |
| 1920-09-12 | Wacker | Rapid | left_half |
| 1920-10-03 | Simmering | Rapid | left_half |
| 1920-11-21 | Rapid | WAF | left_half |
| 1920-11-28 | Rapid | FAC | inside_left |
| 1920-12-05 | Vienna | Rapid | left_half |
| 1920-12-12 | Rapid | Admira | left_wing |
| 1921-01-02 | WAC | Rapid | left_half |
| 1921-02-20 | Rapid | Hakoah | left_half |
| 1921-03-06 | Admira | Rapid | left_half |
| 1921-04-03 | Rapid | Rudolfshügel | left_back |
Anekdoten & Zitate
Leopold Grundwald, vierfacher Torschütze im Spiel Rapid - FAC (9:2), war damals gerade einmal 19 Jahre alt und nahm im gleichen Sommer 1912 bei den Olympischen Sommerspielen in Stockholm teil. Er galt als hoffnungsvolles Talent. Sein Karriereknick war der erste Weltkrieg, an dem er gegen Ende teilnehmen musste; er überlebte zwar, konnte aber nie mehr an frühere Leistungen anschließen. Trotzdem wurde er noch 3 weitere Male mit Rapid Meister - insgesamt 7 Mal, alle 7 Mal mit Rapid.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1254
Im entscheidenden Schlagerspiel WAF - Rapid (2:2) traf der frische und bewegliche, manchmal kindlich wirkende Blondschopf Leopold 'Grundl' Grundwald in der 90. Minute zum 2:2-Ausgleich, was die endgültige Titelentscheidung für Rapid bedeutete. Die fanatisierten Rapid-Anhänger stürmten nach dem Schlusspfiff den Rasen und feierten den neuen Meister.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1338
Spektakulär war das 3:0 von Rapid gegen die Vienna durch Grundl (Leopold Grundwald), der in einem Energieanfall die halbe Vienna-Mannschaft ausspielte und mit dem Ball in das Tor lief.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 239
Rapid-Stürmer und Feldwebel Leopold 'Grundl' Grundwald wurde im Dezember 1914 mit der silbernen Tapferkeitsmedaille erster Klasse ausgezeichnet - damals 23 Jahre alt. Während der vier Kriegsjahre konnte er vereinzelt für Rapid auflaufen, seine Karriere litt aber sehr, da er immer wieder an die Front befohlen wurde. Ein Feldpostbrief eines Wiener Fußballfans erwähnte ihn: 'Unsere jungen Wiener Fußballer, die jetzt ins Feld ziehen, werden brave, tapfere Soldaten sein, Burschen, die mit dem festen Vorsatz gegen den Feind gehen: Ohne Auszeichnung komm ich nicht nach Haus. Und solche Burschen, wie zum Beispiel Grundl, solche Tapferen werden jetzt gebraucht.' In der Saison 1915/16 kehrte er in die Stammelf zurück, erzielte 12 Tore in 18 Spielen und holte den dritten Meistertitel. In der nächsten Saison trug er noch 6 Tore zum vierten Meistertitel bei und absolvierte am 1. Oktober 1916 sein letztes Länderspiel gegen Ungarn, wo er das entscheidende Tor beim 3:2 erzielte. 1917/18 kam er gar nicht mehr zum Einsatz. Nach dem Krieg blieb er bis 1922 Ersatzspieler, wurde aber regelmäßig eingesetzt und feierte drei weitere Meistertitel (1919-1921) und die ersten beiden Pokalsiege (1919-1920) - insgesamt sieben Meistertitel, alle mit Rapid. Danach wechselte er zum WAF und versuchte sich als Trainer beim FC St. Gallen.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1146-1150, 1224, 1462, 1549