Spielerprofil
Max Freund
Vereine & Saisonen
Aufstellungen
| Datum | Heim | Gast | Position |
|---|---|---|---|
| 1920-09-05 | Admira | Wacker | right_back |
| 1920-09-12 | Wacker | Rapid | left_back |
| 1920-09-19 | Wacker | WAF | right_back |
| 1920-10-03 | Wacker | Rudolfshügel | inside_right |
| 1920-10-10 | WAC | Wacker | inside_right |
| 1920-10-16 | Wacker | Hakoah | left_back |
| 1920-10-24 | Vienna | Wacker | left_back |
| 1920-11-14 | Amateure | Wacker | left_half |
| 1920-11-21 | Wacker | Sportclub | left_back |
| 1920-11-28 | Hertha | Wacker | right_back |
| 1920-12-12 | Wacker | Simmering | left_back |
| 1921-03-06 | Wacker | WAC | left_back |
| 1921-03-13 | Hakoah | Wacker | left_back |
| 1921-04-03 | Wacker | Amateure | left_back |
| 1921-04-10 | Wacker | Hertha | left_back |
| 1921-05-08 | Wacker | Admira | left_back |
| 1921-05-29 | Sportclub | Wacker | left_back |
| 1921-06-15 | Rapid | Wacker | right_back |
| 1921-06-19 | Wacker | FAC | left_back |
| 1921-06-22 | Wacker | Vienna | right_back |
| 1921-06-26 | Rudolfshügel | Wacker | left_back |
Anekdoten & Zitate
Max Freund war der eigentliche Gründer von Wacker. Als Schüler war er Mitglied der Fußballjugendmannschaft des WAC, wurde aber bald der kostspieligen Fahrten von Meidling zum Training in den Prater überdrüssig. Gemeinsam mit Freund Oskar Wittek sammelte er Schüler um sich, die regelmäßig neben dem Meidlinger Schlachthaus Fußball spielten. 1906 regte er die Gründung eines eigenen Vereins namens 'Wacker' an, was zunächst scheiterte, da kein Großjähriger den Verein polizeilich anmelden konnte. Ein Klubhaus fand man schnell in der Waschküche der Aichholzgasse 33, und eine Mutter wurde überredet, schwarz-weiße Dressen für die ganze Mannschaft anzufertigen - die Vereinsfarben ergaben sich aus der Kombination einer schwarzen Clothhose und einem weißen Ruderleiberl, die die meisten jungen Sportler ohnehin trugen. 1907 fand man mit Rudolf Krones den notwendigen Erwachsenen als Vereinsobmann. Im Spiel gegen Rapid 1914 wurde Max Freund auf Grund seiner starken Leistung als Verteidiger sogar in die Wiener Auswahl einberufen. Er spielte den Krieg durch, war noch bis Anfang der 20er Jahre für Wacker aktiv und wurde 1915 bei der Musterung zurückgestellt, sodass er beim Erstligadebüt seines selbst gegründeten Vereins gegen den WAF mit dabei sein konnte.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 388, 1551, 1684
Der Vereinsgründer probierte sich ungewohnt im Angriff als rechter Verbindungsstürmer und brachte mehr System in den Sturm der Meidlinger. Er erzielte das 1:0 gegen Rudolfshügel, wobei sein Mitspieler Ludwig Huber die Hauptarbeit leistete und er das Leder "nur noch lässig über die Linie drücken" musste. Von Beruf war er Lehrer.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 556
Beim 3:3 gegen die Admira hatte der Vereinsgründer schon länger nicht mehr trainiert, was sich in seiner "bescheidenen Leistung" als Mittelstürmer deutlich zeigte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 239
Beim 1:0-Sieg gegen den FAC erzielte der Vereinsgründer das entscheidende Tor: Friedrich Huber hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und flankte nach innen, wo der völlig ungedeckte Vereinsgründer das Leder "lässig und elegant" im Netz unterbrachte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1721
Beim 0:2 gegen den WAC "verdarb" der Vereinsgründer im Angriff "alles" - er zerriss den Sturm in einzelne unbrauchbare Fetzen und war überdies vor dem Tor sehr unsicher.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 736