Spielerprofil
Max Leuthe
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Beim WAF trat zum ersten Mal so etwas wie ein Trainer offiziell in Erscheinung: der damals 34-jährige Max Leuthe. Er war ein prominenter Vertreter der ersten österreichischen Spielergeneration, Nationalspieler und Mitbegründer der späteren Wiener Austria, bevor er als Journalist und Karikaturist zu einem wichtigen Chronisten der Anfänge des Fußballs in Österreich wurde. Seine sportliche Karriere beendete er 1907 und nahm wegen seines Lebenswandels stark an Gewicht zu. 1910 war er an der 'Palastrevolution' beteiligt, als sich die Fußballsektion von den Cricketern abspaltete und die spätere Wiener Austria gründete - er schrieb auch den Text der neuen Klubhymne. In dieser Zeit feierte er viele Champagnerpartys in bester Gesellschaft und machte das Wiener Nachtleben unsicher. Im Sommer 1914 musste er als Soldat in den Krieg, danach schlug er die Laufbahn eines Sportjournalisten ein. Er führte auf Grund vermögender Väter (Vater und Stiefvater) einen sehr aufwendigen Lebensstil, der erst mit dem Tod des Stiefvaters 1930 endete, als die Zahlungen ausblieben.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 937-941, 947
Max Leuthe, bekannt unter dem Spitznamen "Maxler", wurde mit einem sehr ausführlichen Porträt vorgestellt: Er war für zahlreiche Skurrilitäten bekannt, darunter ein besonderer Trick, mit dem er Gegenspieler verblüffte und der ihm den Spitznamen "Maxler-Trick" einbrachte.
Quelle: Österreich Ungarn Fussball 1917/18 - Die letzte Meisterfeier der Habsburger Monarchie, Zeile 143-167