Spielerprofil
Otto Flor
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Anekdoten & Zitate
Otto Flor erzielte beim Spiel Wiener Sportclub - Rudolfshügel 4:1 kurz vor Schluss durch einen Elfmeter den Ehrentreffer für Rudolfshügel. Flor kam bereits ein Jahr zuvor, am 1. Mai 1910, zu seinem ersten Länderspieleinsatz beim 2:1 Heimsieg gegen Ungarn. Es sollte bei diesem einen Spiel für Österreich bleiben.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 90
Das 3:1 für die Hertha im Relegationsspiel gegen Rudolfshügel erfolgte durch einen von Otto Flor verschuldeten Elfmeter. Kurz vor Abpfiff wurde einem Rudolfshügler Spieler noch in die Weichteile getreten, woraufhin Schiedsrichter Heinrich Retschury das Spiel abpfiff.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 77
Im Spiel Rudolfshügel - WAC (2:1) versuchte Otto Flor einen gefährlichen Ball mit Kraft aus dem Gefahrenbereich zu befördern, traf den Ball aber statt in das Aus selbst zu treten in einen Bombenschuss auf das eigene Tor, bei dem Torhüter Josef Heitzer nichts halten konnte - das Eigentor zum 2:1.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2220
Im Spiel Rudolfshügel - Rapid (0:1) spielten die Innenverteidiger Otto Flor und Leopold Kiesling wieder einmal grandios - nicht nur die Zweikampfstärke zeichnete diese zwei Spieler aus, sondern auch ihre spielerische Stärke, Dynamik und das Verständnis und die Umsicht für den Spielaufbau. Sie spielten schon seit einer gefühlten Ewigkeit immer in gleich guter Form und enttäuschten nie - nicht ohne Grund wurden sie oft als die besten Innenverteidiger Österreichs bezeichnet.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1965
Der ehemalige Nationalspieler und Rudolfshügel-Verteidiger Otto Flor schrieb an das Sportblatt: 'Liege in einem Reservespital in Troppau und habe sämtliche Schlachten in Russisch-Polen und Galizien mitgemacht. Ich hoffe bald wieder in Wien zu sein. Grüße alle unsere Kameraden und Anhänger der Fußballwelt.' Otto Flor war damals schon nicht mehr der jüngste Spieler - der Kriegsausbruch war das Ende seiner Fußballerkarriere. Im Mai 1915 lag er verwundet in einem Prager Spital.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 730, 2146
Otto Flor, bekannter internationaler Verteidiger des SC Rudolfshügel, erhielt an der Isonzofront einen Armschuss und lag in einem Wiener Spital. Schon im Frühjahr 1916 spielte er für seinen Verein wieder bei Turnieren und in der Meisterschaft - beim 1:2 gegen den FAC spielte er in der Innenverteidigung und 'der Krieg konnte ihm seine alten Qualitäten nicht nehmen', wenngleich ihm einige Schnitzer unterliefen. Mit seiner Fußballkarriere war es aber mehr oder weniger vorbei.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 1740, 2007, 2021