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Aus der Buchreihe Fussball vor dem Weltkrieg
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Spielerprofil

Otto Fuchs

Vereine & Saisonen

Amateure (Wiener Austria) Amateure
1911/12 1914/15 1918/19 1920/21

Aufstellungen

Datum Heim Gast Position
1920-09-08 Amateure WAF left_half
1920-09-12 Wacker Rapid left_wing
1920-09-12 Sportclub Amateure left_half
1920-09-19 Wacker WAF inside_right
1920-09-19 Amateure Vienna left_half
1920-10-03 Amateure Hertha right_half
1920-10-10 Rudolfshügel Amateure left_half
1920-10-24 Rapid Amateure right_half
1920-11-14 Amateure Wacker right_half
1920-11-21 WAC Amateure right_half
1920-12-05 Admira Amateure right_half
1920-12-12 Amateure FAC right_half
1921-01-16 Simmering Amateure right_half
1921-02-13 FAC Amateure left_half
1921-02-20 Vienna Amateure right_half
1921-03-06 Hakoah Amateure right_half
1921-03-13 Amateure Sportclub right_half
1921-04-03 Wacker Amateure right_half
1921-05-29 Sportclub Wacker left_half
1921-06-04 Amateure Simmering right_half
1921-06-08 Amateure WAC right_half
1921-06-29 Amateure Rapid left_half

Anekdoten & Zitate

Der rechte Läufer der Violetten, der damals erst 18-jährige Otto Fuchs, sorgte am Ende des Spiels Amateure - Rudolfshügel (2:2) noch für den 2:2-Endstand, gegen eine als brutalste und unfairste Mannschaft der Liga geltende Rudolfshügel-Elf.

Amateure (Wiener Austria) · Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 296

Der damals 19-jährige Otto Fuchs geriet im Spiel Amateure - WAC (4:0) mit WAC-Verteidiger Stefan Sudrich aneinander; beide wurden des Feldes verwiesen, wobei die Provokation laut Presse von Fuchs ausgegangen sein soll.

Amateure (Wiener Austria) · Saison 1911/12 ·skurril

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1738

Amateure-Stürmer Otto Fuchs, ein damals 21-jähriger gelernter Kunststicker, geriet in Kriegsgefangenschaft, überlebte sie und spielte noch bis 1923 erstklassig. Als Jude war er ab März 1938 der nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt - seine Firma wurde 1938 'arisiert' und brannte in den letzten Kriegstagen aus. Etwas Schutz bot ihm seine Ehe mit einer Nichtjüdin, sodass er die Shoah in Wien überlebte. Neben seiner Frau und ihrer Familie soll Fuchs einen Admira-Spieler, der bei der Gestapo arbeitete, vor möglicher Deportation geschützt haben. Nach dem Ende der NS-Herrschaft spielte er in der Seniorenmannschaft der Austria und gehörte von 1947 bis 1956 dem Vorstand als Revisor an. Otto Fuchs starb am 12. Oktober 1968 in Wien.

Amateure (Wiener Austria) · Saison 1914/15 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1240-1244

Otto Fuchs war zum ersten Mal nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft wieder für die Amateure dabei. Im Jahr 1917 schrieb er aus dem Lager Nikolsk in die Heimat: "Das Lager in Nikolsk ist tadellos eingerichtet. Wir speisen im Restaurant bei gedeckten Tischen und auch die Qualität des Essens reicht zumindest an die heimische Suppenküche heran. Es wird auch hier guter Sport geboten. Ferner gibt es vorzügliche Konzert-, Theater- und Varietevorstellungen. Man lebt hier ganz gut." Später wurde Otto Fuchs im Nationalsozialismus verfolgt, überlebte aber diese Zeit, blieb seinen Violetten als Zuschauer treu und starb am 12. Oktober 1968.

Amateure · Saison 1918/19 ·außergewöhnlich

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 2924

Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft über China qualifizierte sich Otto Fuchs gleich als Stürmer der allerersten Klasse. Die Sport Rundschau schrieb: "Punkto Kopfspiel, Aufopferung und Schneid blieb Otto Fuchs von Freund und Feind unerreicht. Seine vorbildlich zugespielten Bälle fanden nur selten zweckentsprechende Verwendung." Der so grandios aufspielende Otto Fuchs war damals bereits 26 Jahre alt und sollte nur noch wenige Jahre aktiv Fußball spielen - der Krieg und die anschließende Kriegsgefangenschaft hatten ihm die beste Zeit geraubt.

Amateure · Saison 1918/19 ·bemerkenswert

Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 4178

Beim 0:6 gegen die Amateure spielte der Außenläufer "anscheinend verletzt" und konnte daher nicht überzeugen.

Amateure · Saison 1920/21 ·lustig

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2688

Im Cupfinale gegen den Sportclub erwischte der Mittelfeldspieler "abermals" einen schwächeren Tag, während sein Kollege Karl "Vogerl" Geyer überragend spielte.

Amateure · Saison 1920/21 ·lustig

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4480