Spielerprofil
Richard Leo Grünfeld
Vereine & Saisonen
Anekdoten & Zitate
Der ehemalige Verbandsvertreter des WAF, Dr. Richard Leo Grünfeld, erkrankte an der Front an der Ruhr und verstarb am Rücktransport nach Wien in Göding (heute Hodonín). Das Sportblatt schrieb über den damals 39-jährigen: 'Der Verblichene, ein warmer Freund unseres Sports, hat sein teures Leben nicht umsonst geopfert. Als Mediziner hat er hunderten Verletzten geholfen, nur sich selbst konnte er nicht helfen. Ein edler Mensch ist dahingegangen.' Grünfeld bestand am 12. Juli 1893 die Matura und promovierte 1899. Sein Vater Josef Grünfeld (1840-1910) galt als Pionier der Endoskopie in Wien, Mutter Sofie organisierte Ferienheime für bedürftige jüdische Waisenkinder. Neben dem Fußball gehörte seine zweite Liebe dem Theater, insbesondere dem Burgtheater (Hauptperiode 1888-1894); erst danach entdeckte er den Fußball für sich. Der WAF würdigte ihn: 'Sonntag für Sonntag konnte man ihn auf dem WAF Platze sehen. Stets war er um das Wohl und die Gesundheit der Spieler besorgt und sogleich hilfreich bei der Hand, wenn einem Fußballer ein kleiner Unfall zustieß.'
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 307-315