Verein
WAC
WAC nahm an 13 Meisterschaften zwischen 1911 und 1926 teil (251 Meisterschaftsspiele dokumentiert).
Saisonen
Anekdoten
Johann 'Jan' Studnicka, auch genannt 'der Gstutzte', war einer jener Spieler aus der Anfangszeit des Wiener Fußballs, die beim Start der ersten regulären Meisterschaft noch aktiv waren.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 135
Johann Neumann, kongenialer Sturmpartner von Johann „Jan“ Studnicka, traf beim Spiel WAC - FAC 3:2 zwei Mal für die Gastgeber. In den letzten zwei Saisonen vor dem Krieg holte er sich 2 Mal die Torjägerkrone, darunter 10 Tore in 9 Spielen in der Kriegssaison Frühjahr 1915. Er überlebte den ersten Weltkrieg nicht und starb darin.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 99
WAC-Verteidiger Stefan Sudrich wurde nach dem 5:3 für den Sportclub im Spiel WAC - Wiener Sportclub (3:6) wegen Kritik ausgeschlossen. Es war ein umstrittenes Tor, da der WAC-Torhüter den Ball abwehren konnte, der Schiedsrichter das Leder aber hinter der Linie sah.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 420
Der damals 25-jährige Verteidiger Stefan Sudrich geriet in den letzten Minuten des Spiels Amateure - WAC (4:0) mit dem 19-jährigen Amateure-Mittelfeldspieler Otto Fuchs aneinander, beide wurden des Feldes verwiesen. Die Presse schrieb, Sudrich sei unschuldig zum Handkuss gekommen und die Provokation sei von Fuchs ausgegangen. Sudrich feierte 1913 seinen einzigen Länderspieleinsatz, überlebte den ersten Weltkrieg und wechselte 1921 zu Rapid, wo er den einzigen Meistertitel seiner Karriere feierte.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1736-1738
Der kleinwüchsige aber technisch hochbegabte Dribbler Johann 'Jan' Studnicka traf kurz vor Abpfiff zum 2:2-Ausgleich im Spiel WAF - WAC (2:2) und nahm dem WAF damit den ersten Punkt der Saison ab.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 268
Als der beste Mittelstürmer Wiens im Oktober 1911 wurde der damals 28-jährige Johann 'Jan' Studnicka auf das Podest gehoben. Er war erster Rekordnationalspieler und gleichzeitig Rekordtorschütze seines Landes und erhielt posthum zwei Mal die Ehrung des Welttorjägers. Das Sportblatt schrieb: 'Studnicka gibt jedem anderen Wiener Spieler noch eine Gehirnhälfte vor.'
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 319-323
Studnicka machte einmal ein 'Hands'. Sofort ertönte aus dem Raum der ordentlichen Mitglieder eine fette Stimme: 'Dreizehn Jahre, ich bitte, drei-zehn Jahre spielt dieser Mensch Fußball und weiß noch immer nicht, dass man den Ball nicht mit der Hand angreifen darf!'
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 823-825
Der damals 20-jährige Karl Henlein traf per Kopf zum 3:3-Ausgleich für den WAC im Spiel Simmering - WAC (3:3). Er überlebte den ersten Weltkrieg, absolvierte im Krieg 2 Länderspiele und ging 1919 nach Jugoslawien zu Gradanski Zagreb, wo er zwischen 1919 und 1924 in 32 Spielen 29 Mal traf. Danach kehrte er zur Vienna zurück, beendete 1924 seine Karriere als Spieler und ging als Trainer nach Spanien und für ein Jahr zum FC Luzern in die Schweiz. Karl Henlein starb am 2. Mai 1960.
Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1490-1492
Beim Turnier von Rapid auf der Pfarrwiese debütierte Gustav Chrenka vom SC Frem Wien (benannt nach dem dänischen Frem Kopenhagen, nachdem ein Verein 'Vindobona' sich nach einem beeindruckenden Gastspiel der Dänen umbenannte) beim WAC. Chrenka konnte zunächst nicht überzeugen, da er für diese Saison noch zu jung war, machte aber später noch seinen Weg in der höchsten österreichischen Spielklasse.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 181
Verteidiger Oskar Bönisch debütierte beim Turnier von Rapid auf der Pfarrwiese für den WAC, kam aus dem eigenen Nachwuchs und konnte überzeugen; er stand dann auch in der Startformation beim Meisterschaftsdebüt auswärts bei Rudolfshügel.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 181
Johann Kaps erzielte im Spiel WAC - Rapid (1:1) die 1:0-Führung des WAC in der 20. Minute durch eine Einzelaktion und vollendete seinen Lauf durch die Rapid-Linien mit einem netten Abschluss - 4 Tage davor hatte er seinen 17. Geburtstag gefeiert und machte sich damit ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Kaps machte später Karriere in der Politik: von 1945 bis 1963 war er Bezirksobmann der SPÖ-Brigittenau und von 1945 bis 1964 Mitglied des Wiener Gemeinderates; der Johann-Kaps-Hof im 20. Bezirk wurde nach ihm benannt. Er war Sohn eines Schlossers, lernte selbst den Trafikantenberuf des Vaters, betätigte sich schon mit 14 Jahren politisch und trat nach dem ersten Weltkrieg in den Schutzbund ein. 1934 wurde er wegen seiner politischen Tätigkeit verhaftet und im Anhaltelager Wöllersdorf interniert, wo ihm die Zähne eingeschlagen wurden. In den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkriegs nahm er Verbindung zu Brigittenauer Genossen auf, was wesentlich zur raschen Wiederbegründung der Partei im Bezirk und ihrer Anerkennung durch die Sowjets beitrug.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 476
Im Spiel WAC - Rapid (1:1) traf Johanns Neumanns Schuss in der letzten Minute die Stange eines leeren Tores. Rapid-Tormann Kaltenbrunner hatte sich beim Herauslaufen falsch kalkuliert.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 480
Im Spiel WAC - Vienna (5:1) lief es für den späteren SPÖ-Politiker Johann Kaps am linken Flügel nicht nach Wunsch; er galt als schwächster WAC-Spieler. Höhnisch berichtete das Sportblatt: 'Spielte fast so schlecht wie Langleist.'
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 735
Im Spiel WAC - Simmering (1:2) konnte der neue WAC-Torhüter Heinrich Hartmann einen Schuss der Simmeringer nicht festhalten, was zu einem Eckball und letztlich zum Ausgleichstor durch Alois Pulpittl per Kopf führte. Beim 2:1 für Simmering griff Hartmann bei einem leichten Ball daneben, und Ferdinand Swatosch nahm das Geschenk dankend an.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1166-1168
WAC-Mittelfeldspieler Julius Kirchsteiger wurde im Spiel WAC - Sportclub (1:2) besonders hervorgehoben - er trug viel zur Belagerung des Sportclub-Tores in der zweiten Halbzeit bei und arbeitete unermüdlich mit vollem Einsatz.
Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 913
Als kleine Sensation wurde im Sommer 1913 die Rückkehr von Richard 'Little' Kohn zum WAC gefeiert - er gehörte schon zwischen 1907 und 1910 zur damals großen WAC-Mannschaft, trat dann aber im Konflikt von 1910 aus und gründete mit seinen Kollegen den WAF. Im Sommer 1913 galt der damals 25-jährige aber als 'untertrainiert' und nicht in Form. Er spielte noch bis 1918, konnte aber nie mehr an seine Weltklasseform vor 1912 anschließen. Danach startete er seine Trainerkarriere: er machte Bayern München zum deutschen Meister, gewann die nationale Meisterschaft mit Feyenoord Rotterdam zwei Mal, und wurde 1933 Trainer des FC Barcelona.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 119, 197
Gustav Chrenka, der vom SC Frem Wien (benannt nach dem dänischen Frem Kopenhagen) zum WAC kam, traf beim 1:1 gegen Rudolfshügel zum Ausgleich in der 48. Minute. Chrenka spielte noch bis Mitte der 20er Jahre erstklassig, ging später zur Vienna und brachte es auf zwei Länderspieleinsätze.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 195
Beim WAC debütierte Adolf Svaton als neuer Torwart - er spielte schon zwei Saisonen bei der Hertha, und das immer gegen den Abstieg. Für ihn war dieser Transfer mit Sicherheit eine Verbesserung: erstmals durfte er bei einer Mannschaft im Tor stehen, die nicht im Abstiegskampf steckte, sondern ganz vorne mitspielte.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 466
Im Spiel WAC - Vienna (2:0) traf Johann Kaps in einem wüsten Gedränge vor dem Tor kaltblütig zum 2:0 - der Elfmeter von Johann Neumann kurz vor Schluss ging dagegen scharf daneben. Es sollte an diesem Tag einfach nicht sein für Neumann.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 705-707
Der neue Leopold Riedling, der statt Karl Henlein spielte, brachte den WAC schon nach 2 Minuten gegen die Amateure (0:5) in Führung. Riedling war damals gerade erst 19 Jahre alt. Karriere im Fußball machte er aber keine - dafür wurde er später Chef einer Bank.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1092
Als schlechtester Torhüter der Liga wurde vom Sportblatt WAC-Goalie Adolf Svaton auserkoren - das lag aber nicht daran, dass er so schlecht war, sondern eher daran, dass die anderen als so stark angesehen wurden. In der Sportblattausgabe vom 6. Dezember 1913 stand, dass sich 9 Torhüter von 10 Vereinen die Einberufung in die Nationalmannschaft verdienen würden - so begeistert war die Sportpresse Ende 1913 über die Leistungen der Erstligatorhüter Wiens. Im Spiel Rudolfshügel - WAC (2:1) ließ Svaton beim 1:0 einen harmlosen Ball von seinen geöffneten Händen hinter sich in das Tor prallen - schon ein Kunststück an sich, so etwas fertig zu bringen.
Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1051, 2214
Der damals 22-jährige WAC-Spieler Karl Henlein wurde als verwundet gemeldet, konnte seine Karriere nach dem Krieg aber fortsetzen: 1919 ging er zum HŠK Građanski Zagreb, wo sein Torschnitt enorm war - in fast jedem Spiel traf er durchschnittlich einmal. Danach spielte er noch 3 Jahre bei der Vienna. 1928 ging er als Trainer nach Barcelona, von 1934 bis 1935 trainierte er den FC Luzern, weitere Stationen waren Hakoah, Holstein Kiel, FSV Frankfurt, Hassia Bingen, Wacker Wien und FC Nancy. Henlein schrieb von der Front: 'Wir kamen von Rawaruska weg sofort ins Feuer und nahmen an der Schlacht von Komarow und Zamosc teil. Als wir in die Linie der Russen kamen, sahen wir erst wie vernichtend unser Feuer war. Ganze Berge von Toten.' Bei Zamosc erhielt er einen Schuss in den Schenkel. Henlein starb am 2. Mai 1960.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 41, 159
Im Spiel WAC - Rudolfshügel (7:0) entpuppte sich der großgewachsene Hühne mit dem Eisenfuß, WAC-Verteidiger Franz Schlosser, für jede Offensivkraft der Rudolfshügler als unüberwindbare Hürde. Im Länderspiel gegen Ungarn (1:2) war er zwar gut im Spielaufbau, aber bei seinen Pflichten in der Verteidigung etwas zu langsam.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 764, 889
Der begnadete WAC-Verteidiger Stefan Sudrich, der 1913 in die Nationalmannschaft einberufen wurde, meldete sich von der Front und schrieb, er wäre mit drei Fußbällen ausgerüstet und trainiere damit wann und wo es geht. Im Mai 1915 schrieb er aus der gleichen Region wie viele andere Fußballer, traf Schmieger junior bereits in Galizien und hoffte, ehemalige Gegner am Rasen zu treffen. Im Juni 1915 berichtete er, dass das Bier im russischen Kaiserreich miserabel schmecke und es lustige Zusammenkünfte mit Rudolfshügel-Torwart Netschi gebe, bei denen 'auch mal über den Durst getrunken' werde. Der damals 27-jährige überlebte den Krieg und wechselte 1920/21 sogar zu Rapid, wo er zu drei Einsätzen kam und 1921 den Meistertitel feierte. Sudrich überlebte auch den Zweiten Weltkrieg und starb 1962.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1219, 1912, 2419
Im Spiel WAC - Sportclub (9:1) erzielte Topstar Johann Neumann alleine 7 Treffer. Im Städtespiel Wien gegen Berlin wurde er beschrieben: 'Hohe Qualität, durchsetzungsstark im 1 vs 1, kann weite Bälle punktgenau an das Ziel bringen, ausgezeichneter Schütze' - 'Er war fleißig wie ein Läufer und schusstüchtig wie ein österreichischer Artillerist', schrieb das Sportblatt. Anfang März 1915 musste er nach seinem letzten Einsatz (7:5 beim FAC, dreifacher Torschütze) endlich an die Front. Im April 1915 wurde er vermisst gemeldet: 'Hans Neumann, der brillante Torschützer des WAC, wird vermisst. Er wurde vorher wegen eines geschickten Patrouillenganges, zur Auszeichnung vorgeschlagen.' Im Mai 1915 wurde er offizieller Kriegsgefangener Russlands, später im Lager Sabaikalsk (an der Grenze zu China und der Mongolei) - eine sehr abgelegene Siedlung, sodass seine Rückreise nach dem Krieg, in den Wirren des russischen Bürgerkriegs, Jahre dauerte und 'einen ganzen Roman füllen könnte'. Neumann überlebte den Krieg, lief zwischen 1921 und 1923 noch 4 Mal für Österreich auf und spielte bis 1925 erstklassig - zuletzt für Vienna (Vizemeister 1923/24) und Sportclub.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 459, 481, 1436-1440, 1493-1494, 2019-2024, 2140, 2503
Im Spiel WAC - Sportclub (9:1) wurde Gustav Chrenka im Sportblatt beschrieben als bedeutende Ausdauer und vollendete Technik - in dieser Partie wuchs er über sich hinaus und erledigte den Sportclub mit Johann Neumann fast im Alleingang, indem er die Vorlagen aus dem Mittelfeld lieferte. Im Spiel WAC - Simmering (15:0) spielte er in der Innenverteidigung und trug trotzdem 2 Tore bei. Im Mai 1915 wurde er an die vorderste Front transportiert. Er überlebte den Krieg an der Front, spielte noch bis Mitte der 20er Jahre erstklassig, ging später zur Vienna und brachte es zwischen 1914 und 1924 auf 6 Länderspieleinsätze.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 361, 1440, 1447, 1519-1521, 2144
Im Eisenpokal erzielte der damals erst 18-jährige Karl Dürschmied drei Tore beim 3:3 gegen den WAF. Im Spiel FAC - WAC (5:7) hielt sich der damals erst 18-jährige Dürschmied nicht zurück und traf ebenso dreimal. Im Spiel WAC - Sportclub (9:1) gehörte er zur starken WAC-Startformation, von der das Sportblatt schrieb: 'Eine Startformation wie in Friedenszeiten.' Dürschmied überlebte den Krieg und schaffte es 1926 sogar einmal in die Nationalmannschaft.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 541, 1480, 1591
Im Spiel WAC - Sportclub (9:1) gab es mit Mittelfeldspieler Friedrich Kerr, damals 22 Jahre alt, nur einen absoluten Neuling in der starken WAC-Startformation. Kerr sollte zwischen 1916 und 1918 noch auf 7 Länderspieleinsätze kommen. Später machte er internationale Karriere als Trainer: er trainierte 1930 unter anderem die Nationalmannschaft Estlands sowie viele Topvereine in Frankreich und der Schweiz. Seine erfolgreiche Trainerlaufbahn endete erst 1955. Kerr starb am 9. Oktober 1974.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1432
WAC-Stürmer Karl Heinlein schrieb im April 1915: 'Liege seit 7. April, an einer Lungenentzündung erkrankt, im Spital in Olmütz. Wenn ich Sie bitten darf, so senden Sie mir die letzten drei Nummern Ihres Blattes, da ich von sportlichen Nachrichten keine Ahnung habe.' Der damals fast 23-jährige überlebte den Krieg und spielte aktiv bis 1924. Zwischen 1917 und 1919 brachte er es auf zwei Länderspieleinsätze. Ende der 20er Jahre schlug er die Trainerlaufbahn ein und ging nach Barcelona und nach Luzern. Heinlein starb am 2. Mai 1960 in Wien.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1914
WAC-Altstar Johann 'Jan' Studnicka war bei der Musterung als 'nicht geeignet' befunden worden und blieb damit Führer der Athletiker, in seinem 18. Jahr als Fußballer. Im Spiel WAF - WAC (0:1) erzielte er den einzigen, etwas unglücklichen Treffer des Spiels - der Tormann hatte den Ball schon gefangen, ließ ihn aber im Sturz wieder fallen. Das Sportblatt schrieb: 'Tor ist Tor, gleichviel ob es durch einen effektvollen Volley oder Spitzler erzielt wird.' Im Länderspiel Österreich-Ungarn (5:2) erzielte er als Kapitän zwei Tore (3:1 und Mittäter beim ersten Tor). Im Sommer 1915 war er trotz Tauglichkeit beim Saisonstart 1915/16 immer noch dabei - 'Der Vater und Retter des Clubs'.
Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 495-499, 1304, 1951-1955, 2033-2053, 2482
Der erst 17-jährige Friedrich Köck feierte beim 1:0-Sieg des WAC gegen die Amateure sein Erstligadebüt mit dem Siegtreffer - durch Zuspiel von Studnicka kam er unbedeckt zum Ball, sein etwas überhasteter Schuss wurde durch nasse Bodenverhältnisse unberechenbar und ging abgefälscht durch eine Pfütze ins Netz. Nach Kriegsende wurde Köck einer der bedeutendsten WAC-Spieler, bildete mit Josef Wana und Karl Dürschmied den Innensturm und spielte bis 1925. Anfang der 20er Jahre wechselte er zu den Amateuren, kehrte aber kurz vor Karriereende zum WAC zurück - ausgerechnet in seinem 50. Ligaspiel im violetten Dress verletzte er sich am 4. Februar 1923 gegen die Vienna schwer, was seine Karriere fast beendete. Eine Saison später feierten die Amateure ihren ersten Meistertitel. Schon als Schüler des Schüttler Realgymnasiums wurde 1913 sein großes Talent als Mittelschulmeister sichtbar. Köck starb kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien, bei der Österreich qualifiziert war.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 93
Der großgewachsene WAC-Verteidiger Franz Schlosser glänzte im 5:2-Sieg gegen Rapid mit Härte und bestem Timing in der Verteidigung. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FAC im November 1915 war er so frustriert, dass er seine Karriere beenden wollte - 'Schlosser, der internationale Verteidiger des WAC, hat sich von seinem Verein abgemeldet und beabsichtigt dem Fußballsport den Rücken zu kehren', schrieb die Sport Rundschau besorgt. Er kehrte aber zurück und spielte beim 8:3 gegen Simmering und beim 5:3 gegen den FAC im März 1916 wieder mit ('fußballmüde' aber sicher in der Defensive). Im Februar/März 1916 verkündete er ein zweites Mal sein Karriereende - diesmal wegen gesundheitlicher Probleme.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 850-866, 1341, 2040, 2148-2169, 1991
WAC-Altstar und Spielertrainer Johann 'Jan' Studnicka war bei der Musterung als 'nicht geeignet' befunden worden und blieb damit im 18. Jahr seiner Fußballkarriere - 'der Vater und Retter des Clubs'. Beim 5:2-Sieg gegen Rapid spielte er sich in den letzten 30 Minuten in einen Rausch, erzielte den Ausgleich, das 3:2 und schließlich mit einem sehenswerten Volleyschuss in der 75. Minute das 5:2 - der beste Mann am Feld, der genau wusste, wo Rapid in der Defensive seine Schwächen hatte. Beim 8:1 gegen die Hertha traf er dreimal, beim 5:3 gegen den FAC zweimal. Beim 2:0-Sieg gegen den Sportclub im Dezember 1915 erzielte er das 2:0 mit einer klassischen Einzelaktion, bei der er die halbe Sportclub-Mannschaft ausspielte und den Ball lässig ins Netz lupfte.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 89, 856-866, 1457-1465, 1508, 2152, 2155, 2175
Das 19-jährige WAC-Toptalent Josef Grünfeld wurde an der Ostfront verwundet und befand sich in einem Reservespital im Etappenraum. Grünfeld stand kurz vor dem Sprung in die Kampfmannschaft, als 1914 der Krieg ausbrach und er ins 1. Landwehr-Regiment einrücken musste. Er überlebte den Krieg und konnte seine Fußballkarriere mit Verspätung starten - er wurde in den 20er Jahren ein sehr erfolgreicher Hakoah-Spieler und gehörte als Innenverteidiger 1924/25 zur Hakoah-Meistermannschaft, kam aber wegen der Konkurrenz nicht oft zum Einsatz. 1928 wechselte er zu den Stuttgarter Kickers, blieb aber nur eine Saison, ging 1929 zurück nach Wien, dann nach New York zu New York Hakoah und später zu den Hakoah All Stars, wo er als 33-jähriger in einer Saison noch 23 Tore erzielte.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 1859-1861
Der spielstarke Gustav Chrenka feierte beim 8:3-Sieg gegen Simmering seine Rückkehr in der Innenverteidigung (Heimaturlaub). Beim 5:3-Sieg gegen den FAC ließen Chrenka und der 'fußballmüde' Franz Schlosser kaum etwas zu - Chrenka war der elegantere und technisch stärkere Verteidiger, da er vor dem Krieg im zentralen Mittelfeld spielte, und das sehr gut.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 2040, 2148, 2169
Mit Robert Busch brachte der WAC beim 5:2-Sieg gegen Rapid einen ganz neuen Mann in der Innenverteidigung - mit dem großgewachsenen Franz Schlosser hatte er aber einen starken und erfahrenen Partner mit imposantem Charisma. Rapids erstes Tor (1:0) entstand aus einem Abwehrfehler des noch etwas unsicheren Neulings Busch.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 850-856
WAC-Mittelfeldspieler Friedrich Popovics zeigte beim 8:1 gegen die Hertha gute Form und beim 5:3 gegen den FAC war er der zentrale Spielgestalter, brillant im Kopf und Zuspiel mit der nötigen Härte für Zweikämpfe. Beim Städtespiel Berlin-Wien (1:2) wurde er als zentraler Spielgestalter aufgestellt, hatte aber große Schwierigkeiten mit dem unebenen Boden - seine Mitspieler Karl Jordan vom Sportclub und Franz Prohaska von Rudolfshügel halfen ihm aus der Patsche. Popovics sollte gegen Ende des Krieges zum Rivalen WAF wechseln, kam dort aber außer Form und schaffte den Sprung in die oberste Liga nicht mehr.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 850, 1451, 2171, 2407
Der kleinwüchsige Julius 'Jula' Kaps war der erfahrenste WAC-Mittelfeldspieler, schon vor dem Krieg ein gefeierter Star - beim 5:3 gegen den FAC zeigte aber gerade er die schwächste Leistung im Mittelfeld, hatte große Probleme beim Stellungsspiel und rückte zu langsam nach. Beim 4:2 gegen Hertha knallte er einen famos getretenen Freistoß ans Tor, der zum 4:2 abprallte.
Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 2150, 2171
Über WAC Mittelfeldspieler Gustav Chrenka berichtete die Sport Rundschau: "WAC Mittelläufer Gustav Chrenka, der infolge einer vor dem Feinde erlittenen schweren Verwundung lange Zeit dem Sporte fern bleiben musste, muss unserer medizinischen Wissenschaft viel verdanken. Er, der sich Monate hindurch nur auf Krücken fortbewegen konnte, lieferte in der zweiten Halbzeit gegen den WAF als Mittelläufer ein Spiel, das an seine beste Friedensform gemahnte."
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 1030
Johann Studnicka spielte so stark wie in seinen besten Tagen, hieß es - Studnicka stand damals kurz vor seinem 35. Geburtstag, für damalige Verhältnisse in Österreichs oberster Liga ein ungewöhnlich hohes Alter. Die Sport Rundschau schrieb über ihn: "Sein Stellungsspiel, seine Routine, sein Kopfballspiel sind Faktoren von hohem Werte, auch seine Schnelligkeit machte gestern wieder den besten Eindruck. Von Behäbigkeit, die man ihm in letzter Zeit so gerne nachsagte, keine Spur."
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1918/19, Zeile 334
Spielmacher Gustav Chrenka wurde wegen seiner Ausdauer und seines unermüdlichen Einsatzes liebevoll "der Mann mit der Pferdelunge" genannt.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3575
Der Debütant Karl Hofstetter zeigte beim WAC ein durchschlagskräftiges Debüt und erhöhte nach einem Missverständnis der Rudolfshügler Abwehr auf 2:0.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3412
Karl Hofstetter wurde als positiver Neuling im Angriff des WAC genannt und galt als durchschlagskräftig und als Hoffnung für die Zukunft.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3575
Der ehemalige WAF-Star Franz Sedlacek stand in Transferverhandlungen mit dem WAC.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 2949
Franz Sedlacek (der vom WAF) feierte nach seiner schweren Knieverletzung ein Comeback beim 8:0-Sieg des WAC gegen Vorwärts Favoriten 06.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3098
Die beiden ehemaligen WAC-Legenden Johann Studnicka und August Huber wurden in einer Karikatur gegenübergestellt: Huber sagte zu Studnicka, sein WAC gewinne halt nichts, während seine Hakoah in der zweiten Spielklasse erfolgreich sei.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 3408
Altmeister und WAC-Trainer Johann Studnicka äußerte sich zur sportlichen Krise seines Vereins: Er bedauerte, dass der WAC nicht die Stellung einnehme, die ihm gebühre, sah die Schuld im unzulänglichen Spielermaterial und betonte, er habe nie Wert darauf gelegt, fertige Spieler von anderen Vereinen zu holen, sondern junge Leute selbst auszubilden. Sein Verhältnis zum WAC sei noch ungeklärt, da er an einer Knieverletzung leide, hoffe aber auf eine Bäderkur und fühle sich noch immer fähig, Ersprießliches zu leisten.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4318
Der WAC-Goalgetter Johann Neumann, dessen Tore in der Saison 1914/15 für den ersten Meistertitel der "Praterleute" sorgten, befand sich als Kriegsgefangener in einem Lager im Dreiländereck Russland, Mongolei und China und lebte in bitterster Not. Eine Spendenaktion sollte seine Rückkehr finanzieren. Neumann war von Beruf Bäcker.
Quelle: Österreichische Geschichte - Fussball Tagebuch 1919/20, Zeile 4194
Der Ägypter feierte sein erstes Spiel als Mittelstürmer/Verbinder des WAC und erzielte gegen den FAC nach einem Freistoß den Ausgleichstreffer - sein "durchaus scharfer Schuss" war für Heinrich Plhak nicht zu halten. Trotzdem war man mit seiner Gesamtleistung nicht zufrieden: er galt als "Fremdkörper" in der Mannschaft, der die schönen Kombinationszüge seiner Mitspieler oft zunichtemachte, wurde aber als schnell, intelligent, dribbelstark und schussstark beschrieben.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 276
Beim 1:2 gegen Simmering verlor der ägyptische Legionär seine Position als Mittelstürmer und musste rechter Verbinder spielen - er ließ alle Qualitäten der ersten Runde vermissen.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 319
Beim 2:2 gegen den Sportclub wurde er von allen WAC-Spielern noch "schwächer als schwach" betitelt, trotz zugeschriebenem Talent.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 446
Beim 2:2 gegen die Hertha wurde der ägyptische Flügelstürmer als bester Mann am Feld bezeichnet: "Anwar verfügt über ein originelles Trickrepertoire, Schnelligkeit, Wucht und Schuss. Er wäre im Innensturm der Praterleute eine Erlösung."
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 960
Beim 0:0 gegen die Vienna "vernebelte" der Stürmer die besten Einschussmöglichkeiten des WAC - hätte er die erste Großchance genützt, hätte das Spiel anders enden können.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2703
Beim 9:5-Spektakel gegen Rapid traf der ägyptische Legionär gleich dreimal (zum 1:2, 1:3 und 5:3) - sein zweites Tor war ein sehenswerter Alleingang. Eigentlich wäre er der Held des Spiels gewesen, doch Josef Uridil stahl ihm mit sieben Treffern die Show. In der 85. Minute gab der dreifache Torschütze entkräftet auf und verließ das Spielfeld.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2798
Nach disziplinären Problemen wurde der ägyptische Legionär für ein Spiel suspendiert - ein Umstand, der den WAC selbst schwächte, da er als einer der wenigen Aktivposten in der Offensive zählte.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1222
Beim 2:0-Sieg gegen Wacker erzielte der Ägypter in der 65. Minute das 2:0 nach einem sehenswerten Alleingang.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2216
Beim 1:0-Sieg gegen Admira erzielte der Stürmer in der 89. Minute den Siegtreffer, vorbereitet von Gustav Chrenka.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 900
Nach sechs Jahren sibirischer Kriegsgefangenschaft kehrte der "Friedensstürmer" des WAC mit dem Heimkehrertransport auf dem Dampfer "Nankai Maru" nach Triest und schließlich nach Wien zurück. Die Vertreter der Wiener Vereine und des Fußballverbandes empfingen ihn am Hütteldorfer Bahnhof. Er stand verlegen inmitten der Begrüßenden, erzählte kurz von seinen Erlebnissen und erbat ausführlichen Bericht über seinen Verein. Trotz einer in Sibirien durchgemachten schweren Krankheit fühlte er sich körperlich in vorzüglicher Verfassung und wollte sich wieder einem Lauftraining unterziehen.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1035
Bei seinem ersten Pflichtspiel nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, gegen die Vienna am Nationalfeiertag, stand der gelernte Bäcker Neumann im Mittelpunkt des Interesses. Er führte sich sehr gut ein und erweckte mit seinen bekannten Pass- und Schussaktionen großen Beifall. Allerdings war er noch zu langsam und hatte mangels Training noch nicht die erforderliche Ausdauer, beherrschte den Ball aber weiterhin vortrefflich und sein Schussvermögen hatte trotz der vieljährigen Gefangenschaft nicht gelitten.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1055
Beim 0:9-Debakel gegen Rapid kam der Vorkriegsstar und Kriegsgefangenenrückkehrer Neumann zu keinem einzigen Schuss. Er wurde auch "der dicke Dick" genannt - wobei dies tatsächlich auf seinen Mitspieler Johann Dick gemünzt war, der die einzige vernünftige Leistung des WAC ablieferte ("Nomen est omen").
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1674
Beim sensationellen 9:5-Spektakel gegen Rapid kam der Superstar der Vorkriegszeit aus klarer Abseitsstellung an den Ball, zeigte kurz seine technische Klasse und legte für Mohammed al-Anwar zum zwischenzeitlichen 5:3 ab. Das Sporttagblatt monierte allerdings, ein fähigerer Trainer hätte Neumann ins Mittelfeld zurückziehen sollen, um den überragenden Josef Uridil besser zu bewachen - stattdessen schenkte Uridil dem WAC mit sieben eigenen Treffern die Show.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2802
Beim 5:3-Erfolg über die Amateure schoss der Altstar gleich zweimal Tor um Tor wie in seinen alten Tagen vor dem Krieg, als er sich 1912/13 und 1913/14 die Torjägerkrone holte. Das 1:1 war ein unhaltbarer Weitschuss, der Ausgleich zum 2:2 stammte ebenfalls von ihm.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3661
Beim 4:2-Sieg über den Sportclub erzielte der Altstar im Alleingang alle vier Tore des WAC - darunter auch den von ihm selbst herausgeholten Elfmeter zum 4:2, nachdem sein Sololauf von Josef Teufel regelwidrig gestoppt worden war. Damit rettete der "Vorkriegssuperstar" seinem abstiegsbedrohten Verein die Hoffnung auf den Klassenerhalt.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4229
Beim 2:0-Sieg gegen Wacker köpfte der Mittelstürmer nach einem Eckball von Gustav Eichler den Ball "in die Maschen" zum 2:0 - das Tor erinnerte stark an das erste Tor des WAC.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 738
Beim 1:0-Sieg gegen Admira erzielte der Mittelstürmer in der 6. Minute die Führung.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 2014
Im 2:0 gegen die Hertha traf der Mittelstürmer in der 19. Minute zum 1:0.
Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 962
'Ein Bein wurde gefunden' – Scherzglosse über sein angeblich 'fehlendes rechtes Bein', das wieder auftaucht (Okt. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1500
'Glück gehört dazu' – erzielt 5 Tore in einem Spiel gegen WAF (5:3, Feb. 1923).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~3300
'Afrika den Afrikanern' – Glosse über sein Tempo und Können gegen Vienna, mit Ramses II. verglichen (Jan. 1923).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~2950
Erzielt am 16.09.1922 das Siegtor gegen Sportclub.
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~700
'Ein halber Back aber kein Halfback' – schlechtes Passspiel thematisiert (Sept. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~500
'Ein ausgezeichneter Flügel' – wird wegen übertriebenem Dribbling kritisiert (Sept. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~500
Wird auf einem Foto mit Sektionsleiter Waldhauser und Johann Neumann nach Karl Hofstetters Siegtor abgelichtet.
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1100
Erzielt am 01.10.1922 im Regen das Siegtor und wird bei der Jubelfeier mit Sektionsleiter Waldhauser, Gustav Eichler und Johann Neumann fotografiert.
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1100
'Ein wahrer Unglücksrabe' – wird durch eine Serie von Pannen selbst verletzt (Okt. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1450
'Die Torhüter' – sein bewegungsarmer Torwartstil wird beschrieben (Sept. 1922).
Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~500
Der ägyptische WAC-Spieler Mohammed al Anwar wird zunächst vom Publikum gefeiert, doch nachdem er einen Torhüter von Simmering im Spiel verletzt, schlägt die Stimmung schlagartig um: Aus Bewunderung wird offene Feindschaft, und Zuschauer rufen ihm 'Mörder' entgegen – ein Beispiel für die Wankelmütigkeit der Fangunst.
Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)
Der WAC-Neuzugang Karl 'Huber Karli' Huber, der zuvor in Italien bei Torino, Reggio Emilia und beim FC Barcelona gespielt hatte, gibt am 23. Oktober 1924 in einem Wiener Kaffeehaus ein Interview über seine internationale Karriere und seine Rückkehr nach Wien.
Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)
Der redegewandte WAC-Stürmer Karel Kozeluh führt während eines Spiels eine wahre Kommandozentrale auf dem Platz, kommentiert und dirigiert seine Mitspieler ununterbrochen und bringt damit sogar Schiedsrichter Fritz Neubauer an seine Geduldsgrenze – ein Spektakel aus sportlicher und verbaler Performance gleichermaßen.
Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)