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Aus der Buchreihe Fussball Legenden 1916/17
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Verein

Wiener Sportclub

Wiener Sportclub nahm an 15 Meisterschaften zwischen 1911 und 1926 teil (297 Meisterschaftsspiele dokumentiert).

Saisonen

Anekdoten

Der 20-jährige strohblonde Mittelfeldspieler Karl Braunsteiner stach beim Spiel Wiener Sportclub - WAF (2:1) durch eine glänzende Leistung hervor. Im ersten Weltkrieg geriet er beim Fall der Festung Przemyśl in russische Kriegsgefangenschaft und verstarb bereits nach einem Monat unter grauenhaften Bedingungen in Taschkent. Nur zwei Jahre davor hatte er noch an den Olympischen Spielen in Stockholm teilgenommen.

Karl Braunsteiner ·Saison 1911/12 ·tragisch

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 366-369

WSC-Torhüter Viktor Müller bekam nach dem Spiel Wiener Sportclub - WAF großen Applaus. Das Sportblatt schrieb: 'Eine Mauer war weiches Wachs gegen ihn.'

Viktor Müller ·Saison 1911/12 ·Zitat

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 371

Der damals 26-jährige Gustav Krojer wurde beim Spiel Wiener Sportclub - Vienna (1:1) ausgeschlossen. Er war nicht nur Fußballspieler mit 2 Länderspieleinsätzen, sondern auch erfolgreicher Leichtathlet und nahm 1906 und 1912 zwei Mal an den Olympischen Spielen teil (Kurzstreckenlauf, Weitsprung, Hochsprung, Speerwurf). Er beendete mit 27 Jahren seine aktive Fußballkarriere, war aber bis 1923 in der Altherrenmannschaft aktiv und arbeitete als Abteilungsleiter bei den Wiener Gaswerken. Er verstarb im Januar 1945 mit 59 Jahren in Wien.

Gustav Krojer ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 877-884

Im Spiel Wiener Sportclub - WAF (2:1) ging der Tabellenführer durch Mittelstürmer Engelbert König in der 25. Minute mit 1:0 in Führung. Fast genau 8 Jahre später, am 8. Oktober, wurde dieser Engelbert König Vater eines Sohnes (ebenfalls Engelbert genannt), der während des zweiten Weltkriegs als Legionär nach Italien ging und dort bei Topclubs wie Fiorentina, Lazio, Sampdoria, FC Genua und Messina eine stattliche Anzahl an Toren erzielte.

Engelbert König ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 354

Der 22-jährige Leopold Neubauer erzielte im Spiel Wiener Sportclub - WAF den Ausgleich zum 1:1. Ihm standen trotz des Weltkriegs im Fußballsport noch einige Erfolge bevor; unter anderem holte er sich 1917 die Torjägerkrone.

Leopold Neubauer ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 356

Die routinierte Sportclub-Legende Rudolf Fekete wurde in der 60. Minute des Spiels Wiener Sportclub - WAF von Schiedsrichter Franz Komar des Feldes verwiesen. Trotz Unterzahl gelang dem Sportclub anschließend noch das sensationelle Führungstor.

Rudolf Fekete ·Saison 1911/12 ·skurril

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 358

Der 21-jährige Stürmer Alois Müller erzielte trotz Unterzahl das sensationelle Führungstor im Spiel Wiener Sportclub - WAF (2:1). Müller debütierte bereits als 14-jähriger in der Kampfmannschaft des Sportclubs und blieb seinem Verein die gesamte Karriere treu. Als Trainer von 1923 bis 1925 blieb der große Erfolg aus; in der Saison 1924/25 kam der Absturz in den Tabellenkeller, was wohl auch das Ende seiner Trainerkarriere bedeutete.

Alois Müller ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 358-360

Der 21-jährige Alois Müller war beim Spiel Wiener Sportclub - Simmering (4:1) bester Mann am Feld, erzielte zwei Tore und war das Um und Auf im Angriffsspiel der Dornbacher.

Alois Müller ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 755

Goldtorschütze in der 15. Minute des Spiels Vienna - Wiener Sportclub (0:1) war ein gewisser Viktor Corda.

Viktor Corda ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 461

Rudolf Aspek traf zum 2:0 für den WSC im Spiel WAF - Wiener Sportclub (1:2). Er nahm als Soldat aktiv am ersten Weltkrieg teil, überlebte, und gründete nach dem Krieg in den frühen 20er Jahren eine Altherren-Mannschaft aus ehemaligen Sportclub-Spielern.

Rudolf Aspek ·Saison 1911/12 ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 1538

Der Dornbacher Leopold Sax, eigentlich ein klassischer Leichtathlet, der über den Langstreckenlauf zum Fußball fand, lieferte eine gute Leistung im Spiel Wiener Sportclub - FAC (6:2) und erzielte vor der Pause das 5:0. Er spielte bereits 8 Jahre beim WAC, bevor er 1908 zum Wiener Sportclub wechselte, und zählte bei der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft schon zu den alten und routinierten Spielern. Er fiel am 2. Juni 1915 im ersten Weltkrieg.

Leopold Sax ·Saison 1911/12 ·tragisch

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 962

Rudolf Merz, gebürtiger Prager und von Beruf Privatbeamter, traf zwei Mal für den Sportclub im Spiel Hertha - Wiener Sportclub (1:3). Er überlebte den ersten Weltkrieg teilweise an der Front als Ausbilder von Rekruten, den Großteil davon - 3 Jahre - in russischer Kriegsgefangenschaft.

Rudolf Merz ·Saison 1911/12 (Frühjahr) ·außergewöhnlich

Quelle: Als Rapid zum ersten Mal Meister wurde (Chronologie der ersten österreichischen Fußballmeisterschaft 1911/12), Abs. 915

Der Wiener Sportclub holte sich am 10. August 1912 einen Engländer als Trainer von Manchester United: Mr. James Vincent Hayes. Er war zuvor Spieler bei Manchester United (1901-1907 und 1908-1910) und trainierte davor Norwegen im olympischen Turnier 1912 in Stockholm. Trotz des neuen Englischtrainers wurde wieder über die altbekannte Trainingsfaulheit des Wiener Sportclubs berichtet. Hayes wechselte in der Winterpause zur Vienna, blieb aber auch dort nur eine halbe Saison, kehrte erfolglos nach England zurück und wurde Spielertrainer beim AFC Rochdale, blieb dort bis 1919, ging 1923 noch zu Atletico Madrid und verstarb am 1. Juni 1964.

James Vincent Hayes ·Saison 1912/13 ·skurril

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 108, 195, 786

Sportclub-Verteidiger Rudolf Aspek wurde im Spielbericht zu Sportclub - WAC (0:1) als sehr grimmiger Geselle beschrieben, der reihenweise mit seinen starken Beinen Gegner niedersäbeln konnte - und das immer mit sehr ernstem Gesichtsausdruck. Er war Stammspieler der legendären Sportclub-Mannschaft, die 1905 zum ersten Mal den Challenge Cup mit 2:1 gegen den MAC Budapest holte. Der Wiener Sportclub holte mit dem letzten Challenge-Cup-Finale am 23. September 1911 (3:0 gegen Ferencvaros) seinen zweiten Titel. Rudolf Aspek wurde im September 1914 in den ersten Weltkrieg eingezogen, überlebte den Krieg und engagierte sich später weiter für seinen Verein.

Rudolf Aspek ·Saison 1912/13 ·skurril

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 443

Karl Braunsteiner war im Spiel Sportclub - WAC (0:1) einer der besten Sportclub-Spieler. Die mühelosen Bewegungen seines schlanken, austrainierten Körpers und die gelassene, fast verächtliche Ruhe bei allen seinen Aktionen vermochten das Auge eines Ästheten zu entzücken, doch den schneidigen Angriffen Studnickas und Neumanns war der schöne Mittelläufer oft nicht gewachsen.

Karl Braunsteiner ·Saison 1912/13 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 445

Rudolf Merz traf im Spiel Hertha - Sportclub (1:4) drei Mal für die Dornbacher.

Rudolf Merz ·Saison 1912/13 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 472

Gustav Krojer erzielte mit einem Elfmeter im Spiel Sportclub - WAF (1:2) in der 80. Minute den Anschlusstreffer für den Sportclub.

Gustav Krojer ·Saison 1912/13 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 681

Sportclub-Angreifer Rudolf Merz wurde als schwächster Spieler im Spiel Sportclub - WAF (1:2) auserkoren. Bei ihm klappte an diesem Tag gar nichts.

Rudolf Merz ·Saison 1912/13 ·lustig

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 685

Der damals 19-jährige Hans Sindermann debütierte im Spiel Amateure - Sportclub (0:2) im Tor des Sportclub, sollte den Nationaltorhüter Viktor Müller ablösen, meldete sich aber schon zwei Monate vor Ausbruch des ersten Weltkriegs freiwillig für 12 Jahre zum k.k. Landwehrinfanterieregiment Nr. 1. Beim Militär machte er ebenfalls Karriere bis zum Reserveoberstleutnant. Nach dem Krieg endeten beide Karrieren: beim Sportclub konnte er nicht mehr Fuß fassen, kam nur noch bei der 0:3 Cupniederlage 1919 gegen Rapid (vor 12.000 Zuschauern, Rapid-Legende Josef Uridil schoss ihm die ersten 2 Tore) zum Einsatz, weil Einsertormann Eduard Kanhäuser erkrankte. Das Sportblatt schrieb über sein Debüt: 'Er hielt sich sehr brav.'

Hans Sindermann ·Saison 1912/13 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1498, 1500, 1505

Im Spiel Amateure - Sportclub (2:0) lagen nach dem 2:0 die Nerven beim Sportclub blank: Gustav Krojer verschoss einen Elfmeter (Stangentreffer), und mit Rudolf Sauer und Karl Braunsteiner wurden zwei Spieler ausgeschlossen.

Gustav Krojer ·Saison 1912/13 ·lustig

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1494, 1502

Sportclub-Angreifer Leopold Neubauer musste im Spiel Sportclub - Hertha (6:1) mit einer üblen Verletzung in das Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem die Hertha (vor allem Gustav Lanzer und Oskar Fischer-Lustig) mit einer derben und unsportlichen Spielweise antwortete. Schiedsrichter Karl Schediwy (alte Rapid-Legende, 1899-1902) schloss beide aus, war damit laut Presse aber noch sehr nachsichtig - ein guter Schiedsrichter hätte noch viel mehr Hertha-Spieler ausschließen müssen.

Leopold Neubauer ·Saison 1912/13 ·tragisch

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1358-1366

Der rechte Flügelstürmer des Wiener Sportclub, Rudolf Sauer, damals 21 Jahre alt und von Beruf Mechanikergehilfe, galt als äußerst talentierter Spieler. Er fiel am 21. Dezember 1914 beim k.k. Landwehr-Feldkanonendivision Nr. 13 während eines Gefechts bei Wojnicz in Galizien.

Rudolf Sauer ·Saison 1912/13 ·tragisch

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1369

Auch Karl Braunsteiner sollte den ersten Weltkrieg nicht überleben - er starb qualvoll in russischer Kriegsgefangenschaft in einem Lager bei Taschkent im heutigen Usbekistan.

Karl Braunsteiner ·Saison 1912/13 ·tragisch

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1369

August Braunsteiner, der jüngere Bruder von Karl Braunsteiner, traf zum 4:1 im Spiel Sportclub - FAC (4:2), nur 3 Minuten nach dem dritten Tor seines Bruders Karl - 'ein Tag der Braunsteiners'. Wie sein Bruder geriet auch August in Kriegsgefangenschaft, allerdings in italienische statt russische - er überlebte und konnte nach dem Krieg seine Fußballkarriere bis in die 20er Jahre fortsetzen, seine letzte Saison war 1922/23.

August Braunsteiner ·Saison 1912/13 ·tragisch

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1570

Karl Braunsteiner stoppte beim 3:0 im Spiel Sportclub - Vienna (4:1) den Ball mit der Hand, bevor er einschoss - Schiedsrichter Cornelius Hoffmann erkannte aber keinen Regelverstoß. Der Sportclub beendete diese Saison als drittbeste Mannschaft.

Karl Braunsteiner ·Saison 1912/13 ·skurril

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1674

Die nächsten beiden Rudolfshügel-Tore im Spiel Rudolfshügel - Sportclub (3:2) resultierten aus halben Eigentoren der neuen Dornbacher Torhüterhoffnung Hans Sindermann - er machte dabei eine ganz schlechte Figur.

Hans Sindermann ·Saison 1912/13 ·lustig

Quelle: Rapids erste Titelverteidigung 1912/13, Abs. 1604

Auf Grund der Personalsorgen des Sportclubs musste Innenverteidiger Karl Jordan im Spiel Simmering - Sportclub (2:2) im Angriff spielen, wo er sich unbeholfen anstellte. Karl Jordan war übrigens der einzige Spieler des Sportclubs, der bei Kriegsausbruch im nächsten Jahr nicht von der Armee eingezogen wurde, da er als untauglich galt. Er wurde so der erfahrenste Spieler und das Rückgrat der Nachwuchsmannschaft, die in die Kampfmannschaft aufrückte - diese Generation feierte in den 20er Jahren große Erfolge, unter anderem den ersten Meistertitel 1921/22. Vor diesem Spiel wechselte Jordan in der Folge wohl endgültig nach Karlsbad, ein erstes Anzeichen dafür, dass die Wiener Vereine ihre besten Spieler gegen die finanzstarken böhmischen Vereine bald nicht mehr halten konnten.

Karl Jordan ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 879-881, 1751

Wilhelm Schmieger stellte mit seinem Tor in der 16. Minute (Kopfball) im Spiel Sportclub - Hertha (3:1) die abermalige Führung der Dornbacher her und traf in der 80. Minute noch einmal - der spätere Fußball-Kommentator sorgte so für den 3:1-Endstand.

Wilhelm Schmieger ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 213

Johann Ponleitner erhöhte im Spiel Sportclub - Amateure (2:1) als Ersatzmann für Starstürmer Alois Müller auf 2:0 - für ihn war es das erste Tor im ersten Spiel. Ein Jahr darauf diente er im ersten Weltkrieg im 4. Infanterieregiment 'Hoch- und Deutschmeister' als Landsturminfanterist und geriet am 7. Juli 1915 unverletzt in russische Kriegsgefangenschaft. Erst am 3. Dezember 1918 kehrte er zurück und wurde am gleichen Tag aus dem Militärdienst entlassen. An das Fußballspielen dachte er dann eine Weile nicht; erst im März 1920 lief er wieder ein, in der Sportclub-Reservemannschaft, spielte gut, aber es mangelte ihm an Kondition. Nur ein Mal kam er noch in der Kampfmannschaft zum Einsatz (0:0 am 18.4.1920 am Wacker-Platz vor 2.000 Zuschauern), danach spielte er nur noch für die Seniorenmannschaft. Obwohl er körperlich unversehrt aus der Kriegsgefangenschaft kam, hat ihn der Kriegseinsatz physisch und psychisch so mitgenommen, dass er nicht mehr auf hohem Niveau spielen konnte - eines der vielen hoffnungsvollen Talente, die durch den Krieg zerstört wurden.

Johann Ponleitner ·Saison 1913/14 ·tragisch

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 277

Im Spiel Sportclub - WAC (4:4) feierte die damals 26-jährige Sportclub-Legende Willy Schmieger seinen 300. Einsatz für den Sportclub - 'Ein Fest der Treue und der Anhänglichkeit', schrieb das Sportblatt. Als Mittelschüler trat Schmieger dem Sportclub (damals Deutscher Sportverein) bei und spielte sich durch Jung- und Reservemannschaften zur 'Ersten' durch. Schon vor 7 Jahren wurde er zum Kapitän gewählt und war in guten wie schlechten Zeiten der Führer seiner Mannschaft, der bei Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern gleich hoch im Ansehen stand. Er glänzte nie durch verblüffende Tricks, sondern stand für 'Solid und verlässlich'. Sportclub-Präsident Hans Hornacsek beglückwünschte ihn zum 300. Spiel mit einer goldenen Chronometer. Schmieger erzielte beim 4:4 in der 56. Minute das 4:2. Nach seiner sportlichen Laufbahn widmete er sich dem Journalismus: Anfang der 20er Jahre leitete er das Sportblatt, 1925 übernahm er die Sportredaktion der Wiener Neuesten Nachrichten. Er gilt als Pionier der Sportübertragungen im österreichischen Radio und moderierte im Oktober 1928 die erste Fußball-Direktübertragung (Österreich gegen Ungarn). Berühmt wurden seine Berichte vom 'Wunderteam' (1931-1933) und vom Mitropa Cup. Am 10. Oktober 1950 verstarb 'Professor Schmieger' im Alter von 63 Jahren an einer 'heimtückischen Krankheit'.

Willy Schmieger ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 449-457, 470

Das 3:0 im Spiel WAF - Sportclub (0:3) erzielte Karl Achatzi in der 60. Minute - er haute einfach mal drauf und der Ball ging durch die massierte Abwehrreihe der Gegner wie eine Flipperkugel irgendwie von Bein zu Bein und anschließend in das Netz.

Karl Achatzi ·Saison 1913/14 ·lustig

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1127

Die positive Überraschung beim Sportclub im Spiel gegen den FAC (2:0) war Neuling Helmer - sein technisches Können war zwar limitiert, aber der Fleiß, mit dem er sein Manko ausgleichen wollte, überstieg jede Vorstellungskraft.

Helmer (Vorname unbekannt) ·Saison 1913/14 ·lustig

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1547

Sportclub-Star Karl Braunsteiner begeisterte beim letzten Länderspiel gegen Italien in Mailand das italienische Publikum mit seinen Tricks und sorgte für viele offene Münder auf den Rängen. Der Beamte begann seine Karriere bei den unterklassigen Wiener Bewegungsspielern, hielt lange dem Liebeswerben mehrerer erstklassiger Vereine stand, bis er nach langem Zögern dem Sportclub beitrat - schon sein Debüt war ein voller Erfolg. Er war einer der feinsten Balltechniker seiner Zeit, beeindruckte durch sein Spielverständnis, hatte aber als Mängel geringes Körpergewicht und unausgeglichenes Temperament. Karl Braunsteiner überlebte den Ersten Weltkrieg nicht: er verteidigte im ersten Kriegsjahr mit 130.000 anderen Soldaten die Festung Przemyśl, geriet im März 1915 in russische Kriegsgefangenschaft und verendete dort nach nur wenigen Wochen unter unwürdigen Bedingungen.

Karl Braunsteiner ·Saison 1913/14 ·tragisch

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1577-1579

Für den verletzten Hans Scheidl kam der jüngere Bruder von Karl Braunsteiner, August Braunsteiner, in der Innenverteidigung zum Einsatz und vertrat ihn im Spiel Sportclub - Rapid (2:1) phänomenal. Für den starken Rapid-Angriff gab es selten ein Durchkommen.

August Braunsteiner ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1753, 1759

Im Spiel Sportclub - Rapid (2:1) konnte Sportclub-Torwart Hans Sindermann einen Schuss von Edi Bauer nicht festhalten, und Grundl war zur Stelle und besorgte den Ausgleich zum 1:1. Trotzdem hielt der Sportclub am Ende fest und bescherte Rapid die erste Saisonniederlage.

Hans Sindermann ·Saison 1913/14 ·lustig

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1769

Der damals 27-jährige Johann Mayringer hatte sich sportlich in den verschiedensten Disziplinen versucht und überall eine weit über den Durchschnitt herausragende Leistungsfähigkeit erworben. Er begann seine Laufbahn bei den Wiener Kickern, wurde dann für den Wiener Sportclub entdeckt und war bald eine Stütze der ersten Mannschaft - er spielte sowohl als linker wie auch rechter Flügelstürmer. Er kam in das Wiener und dann in das österreichische Team, unter anderem spielte er beim Rekordsieg Wiens gegen Berlin (8:1) am 2. April 1911 in Mariendorf vor 6.000 Zuschauern - Mayringer schoss das 8:1 in der 72. Minute. Im Winter beschäftigte er sich mit Eiskunstlauf, startete in zwei Neulingsläufen und wurde beide Male ganz knapp vom späteren Weltmeister Ing. Fritz Kalcher geschlagen. Berufliche Hindernisse setzten seiner Kunstläuferkarriere ein Ende, er kehrte zum Fußball zurück, nahm aber auch das Rudern auf (Piraten, Schwarzböckvierer) - binnen weniger Wochen wurde diese Anfängercrew zum besten Vierer Wiens. Für die Wintermonate hatte Mayringer das Eishockeyspiel zu seinem Lieblingssport erwählt und galt als zweifellos stärkster Spieler der Monarchie. Nebenbei betrieb er auch noch Schwimmen und Skilaufen, und hat es auch darin zu einer nicht alltäglichen Fertigkeit gebracht.

Johann Mayringer ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1815

Im Spiel Hertha - Sportclub (0:3) erzielte Alois Müller alle drei Tore: das 1:0 nach einem Alleingang von Johann Mayringer, das 2:0 mit einem Distanzschuss in die obere Ecke, und das 3:0 mit einem Kopfball nach einer mustergültigen Flanke - eine Überform die die Schwächung im Angriff durch das Fehlen Karl Braunsteiners zumindest an diesem Tag voll kompensierte.

Alois Müller ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 1822, 1826, 1832, 1838-1840

Einen perfekt getretenen Freistoß vom jungen August Braunsteiner verwertete Johann Ponleitner in der 25. Minute des Spiels Sportclub - WAF (3:2) mit einem sehenswerten Kopfballtor, bei dem er sich akrobatisch in die Höhe schraubte - das Signal für den Sportclub, so weiterzumachen. Einen kurzen verletzungsbedingten Ausfall von Karl Tekusch nützte er zum 2:2-Ausgleich.

Johann Ponleitner ·Saison 1913/14 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2390, 2392

Im Spiel Sportclub - Rudolfshügel (5:1) gelang Karl Braunsteiner ein lupenreiner Hattrick innerhalb von 22 Minuten (Elfmeternachschuss, Freistoß und nochmals Elfmeter). Es wurde Braunsteiners letztes Meisterschaftsspiel, aber das wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der damals gerade 22-jährige Sportclubstar galt als 'Jahrhunderttalent' und war auf jeder Position gleich wertvoll - einer der ersten großen Fußballspieler Österreichs, der dem Weltkrieg zum Opfer fiel.

Karl Braunsteiner ·Saison 1913/14 ·tragisch

Quelle: Fussball vor dem Weltkrieg – Österreichs letzte Meisterschaft im Frieden 1913/14, Abs. 2469-2473

Der einzige Lichtblick beim 0:5 des Sportclubs gegen den WAC war Johann Ponleitner, der bisher vom Krieg verschont blieb - das sollte nicht dauerhaft so bleiben. Ponleitner war einer jener Spieler, die gebrochen vom Krieg heimkehren sollten. Obwohl äußerlich nicht verwundet, sollte er sportlich und privat nie mehr das Leben vor dem Krieg führen - die grausamen Erlebnisse im Kampf und die anschließende russische Gefangenschaft zerstörten seine Seele.

Johann Ponleitner ·Saison 1914/15 ·tragisch

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 363, 366

Im abgebrochenen Spiel Sportclub - Hertha geriet August Braunsteiner nach seinem Ausschluss mit einem Zuschauer in Streit. Dieser anfangs harmlose Disput artete schnell in eine Massenschlägerei aus, sodass eine Weiterführung der Partie unmöglich war. Im März 1915 rückte August Braunsteiner ein, während sein Bruder Karl zu diesem Zeitpunkt noch in der Festung Przemyśl eingeschlossen war.

August Braunsteiner ·Saison 1914/15 ·skurril

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 770, 1561

Sportclub-Star Karl Braunsteiner war in Przemysl und hatte die erste Belagerung mitgemacht. Bald wurde die Festung wieder eingeschlossen und belagert, doch diesmal kam es zu keiner Befreiung mehr, und die Festung wurde von den Russen genommen. Braunsteiner ging in russische Kriegsgefangenschaft nach Kasachstan (später konkret nach Taschkent), wo er schwer erkrankt unter schlechten Bedingungen starb. Im August 1915 hatte er noch 9 Monate zu leben.

Karl Braunsteiner ·Saison 1914/15 ·tragisch

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1012, 2617

Sportclub-Stürmer Rudolf Sauer ist im Osten gefallen. Er galt als braver Sportsmann, 'ein Muster eines disziplinierten und fairen Spielers', so das Sportblatt - interessant, denn im Mai 1913 wurde er wegen 'vorsätzlichen Rohspielens' für 6 Monate gesperrt! An seinem Talent gab es keine Zweifel. Sauer war damals 22 Jahre alt und von Beruf Mechanikergehilfe. Er fiel am 21. Dezember 1914 bei einem Gefecht bei Wojnicz in Galizien (heutiges Polen, östlich von Krakau) und wurde noch am selben Tag am Westausgang von Wojnicz bei der Kapelle beerdigt. Ohne den Krieg hätte er noch viele schöne Stunden und Erfolge am Fußballplatz feiern können.

Rudolf Sauer ·Saison 1914/15 ·tragisch

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1211

Sportclub-Stürmer Rudolf Merz wurde im Herbst 1914 als verwundet gemeldet, ging dann wieder an die Front, nachdem er mit der Abrichtung von Rekruten beschäftigt war. Am 4. April 1915 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner dreijährigen Gefangenschaft versuchte er es wieder beim Wiener Sportclub und kam auch zu einigen Einsätzen, mit der großen Fußballkarriere war es aber vorbei.

Rudolf Merz ·Saison 1914/15 ·tragisch

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 145, 1213

Sportclub-Mittelfeldspieler Karl Kantner wurde an der serbischen Front schwer an der linken Hand verwundet, durfte zurück nach Wien, lag im Wilhelminenspital und nahm im Frühjahr 1915 (mit gerade erst frisch verheilter Wunde) an der ersten Kriegsmeisterschaft teil. Der damals erst 21-jährige gelernte Maschinenschlosser musste am 17. Mai schon wieder zurück an die Front. Im Anschluss desertierte Kantner zwei Mal, wurde aber beide Male aufgegriffen - seine mehrmalige Fahnenflucht hatte aber Erfolg: er musste anschließend nicht mehr an der Front kämpfen, sondern kam nach Strebersdorf in eine große Automobilwerkstätte, wo er bis Kriegsende blieb. Am 18. November 1918 wurde er offiziell vom Militärdienst entlassen. Im Spiel Rudolfshügel - Sportclub (6:1) 1915 wurde er als exzentrische Persönlichkeit, 'mehrfacher Deserteur und Querulant, der sich sehr schwer mit Autoritäten tat', beschrieben - er dürfte daher ein sehr kreativer Spielmacher gewesen sein.

Karl Kantner ·Saison 1914/15 ·skurril

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1215, 1442, 2467-2469

Beim Sportclub erzielte der damals 22-jährige Adolf Franzelin nach 82 Minuten beim 0:9-Rückstand gegen den WAC den Ehrentreffer zum 9:1. Franzelin war eigentlich Tiroler, den der Krieg nach Wien verschlagen hatte - er spielte vorher beim Tiroler SC, Fußball Innsbruck und kurz davor bei Wacker München. Er blieb vorerst beim Sportclub, musste aber später in den Krieg und ging danach zurück nach Innsbruck (SV Innsbruck, Wacker Innsbruck, Innsbrucker TV), wo er 1925 seine Karriere beendete. Es stellte sich aber heraus, dass er für den Sportclub mehrere Spiele ohne Spielgenehmigung absolvierte - dies führte zu mehreren Strafverifizierungen. Im Sommer 1915 wurde er bereits an die Front geworfen und nach den ersten Kämpfen mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. In der NS-Zeit war er SS-Untersturmführer und Polizeidirektor von Innsbruck. Er starb während des Zweiten Weltkriegs 1940 an den Folgen einer Kriegsverletzung. In seiner Glanzzeit gehörte er zu den besten Spielern Tirols.

Adolf Franzelin ·Saison 1914/15 ·tragisch

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1436, 1579, 2002, 2497

Der damals gerade 17-jährige Otto Höss brachte den Sportclub im Spiel gegen die Hertha (1:1) in der 50. Minute in Führung - das Spiel wurde aber später strafverifiziert, weil Sportclub-Stürmer Adolf Franzelin keine Spielgenehmigung hatte. Im Spiel Wacker - Sportclub (0:1) erzielte er das Goldtor, im Spiel Simmering - Sportclub (2:2) erzielte er beide Sportclub-Tore. Höss sollte trotz Teilnahme und Gefangenschaft im Krieg noch eine große Fußballkarriere machen: er geriet in italienische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst im September 1919 nach Wien zurück. Anfang der 30er Jahre beendete er seine aktive Karriere und wechselte ins Trainergeschäft - er ging nach Frankreich, in die Schweiz, nach Böhmen, in die Niederlande und schließlich nach Schweden, wo er bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beim IF Gävle unter Vertrag stand. Nach dem Zweiten Weltkrieg betreute er ab 1946 den ATSV Bischofshofen, 1947 den Grazer AK, ab 1948 den Salzburger AK 1914, ehe er 1949 zum SK Alstern nach Wien zurückkehrte und eine Totoannahmestelle eröffnete. Höss starb am 27. März 1971 in Wien.

Otto Höss ·Saison 1914/15 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball im Ersten Weltkrieg: Österreichs erste Meisterschaft im Krieg 1914/15, Abs. 1577-1581, 1965, 1996-1998

Beim 4:0-Sieg des Sportclubs gegen Simmering spielte erstmals ein gewisser 'Alois Zuckschwert' für die Dornbacher - eine skurrile Persönlichkeit, denn der Spieler hieß in Wahrheit Ofner und lebte mit gestohlener Identität in Wien. Den echten Alois Zuckschwert gab es wirklich: einen 42-jährigen Sudetendeutschen aus dem heutigen Bezirk Cheb, der vom Theater im fernen Wien wahrscheinlich nichts wusste. Beim Spiel Sportclub-Amateure (1:2) wurde er bereits in der 44. Minute mit roter Karte vom Platz gestellt, da er sich Anweisungen des Schiedsrichters nicht beugen wollte und ihn wüst beschimpfte. Der Schwindel flog erst am 14. Dezember 1915 auf - die Liga erklärte daraufhin alle Sportclub-Spiele für nichtig, in denen Ofner oder Zuckschwert mitwirkten und der Sportclub Punkte errang (betraf das Spiel gegen Simmering, das umgewertet wurde). Anfang 1919 wurde Ofner als Einbrecher verhaftet - die Wiener Zeitung vom 22. Januar 1919 berichtete detailliert über mehrere Einbrüche in der Schmalzhofgasse 17 und bei den Genossenschaften der Steinarbeiter und Maler, bei denen insgesamt 3.000 Kronen gestohlen wurden. Ofner spielte noch bis 1917 für den Sportclub, dann verlor sich seine Spur.

Alois Zuckschwert (Ofner) ·Saison 1915/16 ·skurril

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 113-123, 211, 349, 573-578, 1158, 1491, 1510, 1655

Der damals gerade 18-jährige Sportclub-Innenverteidiger Richard Beer, genannt 'Irxl', stämmig und wuchtig, war einer der ersten Spieler in Österreich, die die damals neuartige 'Abseitsfalle' praktizierten - im Spiel Sportclub gegen die Amateure (1:2) führte er dieses 'Ein-Verteidiger-System' ein, was die Presse besonders hervorhob. Beer gilt heute in Österreich als Vater der Abseitsfalle. Mit der großen Sportclub-Mannschaft der frühen 20er Jahre holte er einmal den Meistertitel und einmal den Cupsieg. Im Spiel Sportclub-FAC (3:3) fixierte er noch den Ausgleich.

Richard Beer ·Saison 1915/16 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 123, 349-353, 565, 1182-1183, 2529

Sportclub-Star Karl Braunsteiner befand sich in russischer Kriegsgefangenschaft im usbekischen Taschkent - einem für seine üblen Zustände berüchtigten Lager, wo auch Rapid-Legende Josef Schediwy gefangen war. Im März 1916 meldete sich Braunsteiner mit einer Postkarte aus Kriegsgefangenschaft in 'Turkestan' und behauptete, es würde ihm gut gehen - der Wahrheit konnte das aber nicht entsprochen haben, denn er ging bereits einen Monat darauf unter elenden Bedingungen zu Grunde. Postkartengrüße und Realität dürften daher weit auseinander gelegen haben - Kriegsgefangene waren wohl angehalten, nichts Negatives zu berichten oder wollten ihre Lieben in der Heimat nicht beunruhigen.

Karl Braunsteiner ·Saison 1915/16 ·tragisch

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 1012, 2349, 2617

Der erfahrene Karl Jordan feierte beim 4:0-Sieg gegen Simmering seine Rückkehr zum Sportclub - er war einer der großen Stars der Vorkriegszeit, der dem Lockruf des Geldes aus Böhmen erlegen war, aber wegen ausbleibenden Geldsegens durch den Krieg von Heimweh geplagt nach Dornbach zurückkehrte. Für das Militär wurde er bereits 1912 für untauglich erklärt, sodass er als erfahrener Leitwolf und Rückgrat der jungen Sportclub-Mannschaft während der Kriegsjahre fungieren konnte. Im Spiel gegen den FAC musste er nach einer Kniezerrung in der 10. Minute verletzt vom Feld und spielte angeschlagen weiter. Beim 1:1 gegen Wacker im März 1916 verblüffte er mit seinem ruhigen, abgerundeten Spiel und glänzendem Stellungsspiel, das jede Laufarbeit fast unnötig machte - verschoss aber auch einen Elfmeter.

Karl Jordan ·Saison 1915/16 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 119-125, 343, 1522, 2189, 2325, 2485

Sportclub-Stürmer Johann Kanhäuser erzielte beim 4:0-Sieg gegen Simmering das 3:0 vor der Halbzeit. Beim 0:1 des FAC traf er gleich aus, und beim 2:1-Sieg gegen die Hertha war er Siegestorschütze in der 82. Minute. Beim 6:1 gegen Rapid kam er nach mehreren erfolglosen Versuchen wenigstens zu einem Ehrentreffer.

Johann Kanhäuser ·Saison 1915/16 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 119, 339-353, 720, 2056

Sportclub-Mittelfeldspieler Anton Nemetz, damals 26 Jahre alt und gelernter Stempelmacher, schonte beim Spiel gegen die Amateure (1:2) weder sich noch den Gegner und bewegte sich auf Grund seiner derben Spielweise immer am Rand eines Ausschlusses. Beim 4:2-Sieg gegen Rapid wurde er von der Sport Rundschau als 'Mini Brandstetter' bezeichnet - ein großes Lob für seine Härte, Wucht und beträchtliche Spielintelligenz, mit der er sogar Altstar Jordan in den Schatten stellte. Im Spiel Sportclub gegen den FAC erzielte er zweimal aus Elfmetern (3:3).

Anton Nemetz ·Saison 1915/16 ·außergewöhnlich

Quelle: Rapid Wien oder FAC: Der spannende Krimi um den Meistertitel 1915/16, Abs. 571, 1184, 1522, 2485, 2527-2528

Bei der niederösterreichischen Verbandsauswahl gegen Süddeutschland gerieten zwei Buben nach dem Spiel in einen heftigen Streit, ob er oder Karl Kurz der beste Spieler gewesen sei - der Streit eskalierte zu einer Rauferei. Der unterlegene Baar-Anhänger gestand schließlich: "Der Kurz, aber er wäre viel schlechter gewesen, wenn der Baar nicht so gut gewesen wäre."

Johann Baar ·Saison 1920/21 ·lustig

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 220

Beim 2:5 gegen die Amateure wurde der Spielmacher in der 59. Minute beim Stand von 3:2 ausgeschlossen - danach fiel die Mannschaft auseinander und der Sportclub spielte freiwillig nur mehr mit einem Verteidiger.

Johann Baar ·Saison 1920/21 ·tragisch

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 373

Beim 0:4 gegen die Amateure glänzte der Mittelfeldspieler im zentralen Mittelfeld, obwohl seine Mannschaft so überlegen war, dass Torhüter Edi Kanhäuser fast gar nichts zu tun bekam.

Johann Baar ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1444

Beim 6:0-Sieg von Rapid spielte der Mittelstürmer gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kanhäuser im Sturm des Sportclubs, der die schlechteste Leistung des Tages ablieferte.

Karl Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·skurril

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 690

Beim 4:0-Sieg gegen Rudolfshügel war der Mittelstürmer "zu ballverliebt" und vergab so gute Möglichkeiten.

Karl Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·lustig

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 910

Beim 1:1 gegen Simmering erzielte der Mittelstürmer in der 22. Minute den Ausgleichstreffer per Kopfball nach einer Flanke.

Karl Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1283

Beim 4:0-Sieg gegen Simmering traf der Mittelstürmer am Ende des Spiels.

Karl Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3775

Beim 4:0-Sieg gegen Rudolfshügel erzielte der Innenstürmer gleich drei Tore (1:0, 2:0, 3:0), das dritte nach einem Eckball.

Johann Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1446

Beim 1:1 gegen Simmering erzielte der Stürmer in der 22. Minute das einzige Tor des Sportclubs.

Johann Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 1283

Im Halbfinale gegen den FAC traf der Stürmer in der 69. Minute zum 2:2-Ausgleich mit einer scharfen Direktabnahme einer Hereingabe von Ernst Netuka.

Johann Kanhäuser ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4136

Der vom SC Ottakring geholte Spieler feierte beim 4:1-Sieg gegen Rudolfshügel einen Auftakt nach Maß und erzielte zwischen Minute 28 und 49 einen Hattrick. Das Sporttagblatt schrieb: "Das Spiel Hergeths ist kein zweitklassiges, er zeigt Intelligenz und vor allem Energie, Schussfreude und das hat den Schwarz-Weißen bis nun gefehlt."

Hergeth ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 910

Beim 4:0-Sieg gegen Simmering erzielte der Stürmer zwei Tore (1:0 und 3:0).

Hergeth ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 3775

Im Halbfinale gegen den FAC kam der Stürmer zu mehreren guten Chancen, traf in der 74. Minute die Stange, wonach Leopold Giebisch im Nachschuss den 3:2-Siegtreffer erzielte.

Hergeth ·Saison 1920/21 ·außergewöhnlich

Quelle: Buch10 (Fußball Tagebuch Saison 1920/21, Austria Wien: Der erste violette Titel), Zeile 4138

Edi Kanhäuser, der Torwart des Sportclubs, erlitt am 16. Oktober 1921 im Spiel gegen die Vienna durch den Kopf seines Mitspielers Teufel einen Knock-out am Kiefer und war etwa fünf Minuten lang bewusstlos.

Edi Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·tragisch

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was an diesem Tag sonst noch so passierte', Para. 654

Edi Kanhäuser zeigte beim 2:3-Sieg der Amateure gegen den Sportclub am 18. Dezember 1921 in der Schlussphase akrobatische Paraden, die jeden Hollywood-Blockbuster 'alt aussehen' ließen, was jedoch nicht ausreichte, das Spiel zu gewinnen.

Edi Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Amateure - Sportclub 2:3', Para. 1451-1453

Edi Kanhäuser, jahrelang als zuverlässiger Torwart bekannt, der jedoch nie zu internationalen Ehren kam, wurde scherzhaft empfohlen, künftig 'Hüter eines stillen Bibliotheksraums' zu werden.

Edi Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·lustig

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sonst noch passierte an diesem Wochenende', Para. 1489

Hans Schrattenbach, Ersatzmann des Sportclubs in der Halbbackreihe, brillierte am 23. Oktober 1921 durch besonders präzise Seiteneinwürfe, weshalb ihm scherzhaft eine Karriere im Dart-Sport empfohlen wurde.

Hans Schrattenbach ·Saison 1921/22 ·lustig

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Weitere Anekdoten vom Sonntag', Para. 833

Im Spiel des Sportclubs gegen Admira im Dezember 1921 erlitt Hans Schrattenbach eine ungewöhnliche Verletzung: Er verrenkte sich beim Schuhebinden den Rücken - eine Verletzung, die ihm den scherzhaften Titel 'echter Profi in Sachen Pech' einbrachte.

Hans Schrattenbach ·Saison 1921/22 ·skurril

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sonst noch passierte', Para. 1412

Anton Powolny erzielte beim entscheidenden Spiel Sportclub gegen Hertha am 28. Mai 1922 zwei Tore (2. und 10. Minute) und wurde als 'Star des Tages' bezeichnet, der seine Mannschaft mit Entschlossenheit anführte.

Anton Powolny ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Sportclub - Hertha 2:0', Para. 2661-2667

Johann Kanhäuser erzielte am 12. Juli 1922 in der 5. Minute das 1:0 gegen den WAF, das letztlich (nach einem 1:1-Endstand) den Sportclub zum Meister 1921/22 machte. Im Bildtext wird zudem das entscheidende Tor beschrieben: WAF-Tormann 'Saft' versuchte zu klären, schoss Karl Kanhäuser an, von dessen Bein der Ball ins Netz rollte.

Johann Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'WAF - Sportclub 1:1', Para. 3242, 3250

Karl Kanhäuser (Sportclub) wurde im Bericht vom 20. November 1921 kritisiert, sein Spiel nehme 'an Nützlichkeit ab wie ein alternder Wein, der nicht besser wird' - ihm wurde scherzhaft ein neues Hobby empfohlen.

Karl Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·lustig

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sonst noch geschah', Para. 1287

Wilhelm Pammer wurde als 'Rätsel' bezeichnet: Trotz offensichtlicher Mängel schaffe er es immer wieder, entscheidende Tore zu erzielen - vielleicht sei er einfach 'zur richtigen Zeit am richtigen Ort' oder habe schlicht 'unglaublich viel Glück'.

Wilhelm Pammer ·Saison 1921/22 ·lustig

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sonst noch passierte', Para. 1413

Im Spiel Sportclub gegen Admira (4. Dezember 1921) schoss Wilhelm Pammer aus etwa 20 Metern einen Treffer, der 'beinahe gemächlich, aber unaufhaltsam' in die obere Ecke des Tores schwebte - der Torwart sprang zwar heldenhaft, aber vergebens.

Wilhelm Pammer ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Sportclub - Admira 2:0', Para. 1393-1394, 1407

Franz Plank, der 'tüchtige Läufer' des Sportclubs, kehrte am 21. Juni 1922 nach einer Abwesenheit ins Team zurück, um die Verteidigung gegen Rudolfshügel zu stärken - seine Präsenz galt als wichtiger Faktor.

Franz Plank ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Mittwoch, 21. Juni 1922', Para. 2917-2918

Die frühe Form der Abseitsfalle (das 'Ein-Back-System') wurde laut Buch von Sportclub-Verteidiger Richard Beer erfunden.

Richard Beer ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Das Ein-Back-System', Para. 1175

Im Spiel Wacker gegen Sportclub am 17. Juni 1922 verschuldete Richard Beer durch ein unglückliches Eigentor (63. Minute) das zweite Gegentor seines Teams beim 0:2.

Richard Beer ·Saison 1921/22 ·tragisch

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Wacker - Sportclub 2:0', Para. 2852, 2854

Josef Teufel, der Verteidiger des Sportclubs, wurde als 'Pechvogel der besonderen Sorte' beschrieben - in entscheidenden Momenten kehre ihm das Glück stets den Rücken; sein Name werde scherzhaft mit seinem Schicksal in Verbindung gebracht ('Teufel' = 'Pech').

Josef Teufel ·Saison 1921/22 ·lustig

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Das vergangene Pfingstwochenende im Rückblick', Para. 2743

Im Winter 1921/22 spielte der Sportclub während einer Auslandsreise in Genua; ein Mannschaftsfoto zeigt unter anderem Schiedsrichter Rumbold, Edi Kanhäuser, Zankl, Plank, den 'berühmten Genueser Tenoristen Torcollo', Teufel, Pammer, Schrattenbach, Johann Kanhäuser, Powolny, Wunsch, Giebisch und Karl Kanhäuser.

Edi Kanhäuser ·Saison 1921/22 ·skurril

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Was sonst noch passierte an diesem Wochenende', Para. 1487

Franz Wunsch feierte am 18. September 1921 sein Erstligadebüt für den Sportclub im Spiel gegen den WAF.

Franz Wunsch ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Sportclub - WAF 4:1', Para. 357

Leopold Giebisch, der einst brillante Flügelstürmer des Sportclubs, habe seine Form 'irgendwo auf dem Weg zum Spielfeld verloren' - seine einst glanzvolle Geschwindigkeit sei einer 'behäbigen Gemächlichkeit' gewichen.

Leopold Giebisch ·Saison 1921/22 ·tragisch

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Abschnitt 'Weitere Anekdoten vom Sonntag', Para. 1145

Am 18. Dezember 1921 ließ Leopold Giebisch mit seinen flinken Läufen und präzisen Flankenbällen die Abwehr der Amateure 'wie Schuljungen' aussehen und erzielte selbst ein Tor zum 1:1.

Leopold Giebisch ·Saison 1921/22 ·außergewöhnlich

Quelle: Fussball Tagebuch 1921/22, Spielbericht 'Amateure - Sportclub 2:3', Para. 1448, 1454

'Der Primitive und der Tüftler' – ausführlicher komischer Vergleich seines rücksichtslosen Spielstils mit dem grüblerischen Stil von Wilhelm Pammer (Nov. 1922).

Anton Powolny ·Saison 1922/23 ·lustig

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1850

'Der Primitive und der Tüftler' – sein überlegter, zögerlicher Spielstil wird Powolnys Draufgängertum gegenübergestellt (Nov. 1922).

Wilhelm Pammer ·Saison 1922/23 ·lustig

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1850

Tragische Verletzungsgeschichte: Beinbruch durch Zusammenstoß im Spiel gegen seinen Ex-Verein Rapid; melodramatische Glosse über seine unsichere fußballerische Zukunft (15.11.1922).

Franz Wunsch ·Saison 1922/23 ·tragisch

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~2050

'Ein leichter Tank, ein Uridil im Taschenformat' – kleiner, aber zäher Spieler, mit Uridil verglichen (März 1923).

Leopold Giebisch ·Saison 1922/23 ·lustig

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~3700

'Spielerleichtsinn' – verursacht durch rücksichtsloses Foulspiel einen Platzverweis (Okt. 1922).

Leopold Giebisch ·Saison 1922/23 ·tragisch

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~1500

Neuzugang, wird für seine Ballbehandlung gelobt, 'der frische Wind im Sturm' (März 1923).

Franz Wiedermann ·Saison 1922/23 ·außergewöhnlich

Quelle: Fußball Tagebuch 1922/23 (Buch12), Zeile ~3700

Die Familie Kanhäuser ist beim Sportclub gleich mit drei Mitgliedern vertreten – Edi (Torhüter), Karl und Johann –, was im Saisonverlauf mehrfach humorvoll als familiäre Dominanz im Verein thematisiert wird.

Edi Kanhäuser ·Saison 1924/25 ·skurril

Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)

Beim Unentschieden zwischen Slovan und dem Sportclub (2:2) lenkt sich der Erzähler weniger vom Spielgeschehen als von den jungen Frauen in Sommerkleidern auf der Tribüne ablenken, obwohl Wilhelm Pammer und Johann Strnad für den Sportclub früh in Führung treffen.

Wilhelm Pammer ·Saison 1924/25 ·lustig

Quelle: Hakoah Wien: Der einzige Meistertitel - Fußball Tagebuch 1924/25 (Buch14.docx; Seitenzahlen im extrahierten Text nicht vorhanden)